Dresden - Endlich gute Nachrichten für den seit 16 Jahren gesperrten Keppgrund-Wanderweg zwischen Hosterwitz und Malschendorf.
Die wunderschön verwunschene Strecke (rund 700 Meter) darf aus Sicherheitsgründen nicht mehr genutzt werden, immer fehlten Gelder für die Sanierung. Auf Druck einer Bürgerinitiative verspricht die Stadt jetzt, tätig zu werden.
Schon Komponist Carl Maria von Weber (1786-1826) nutzte den Wanderweg, später pilgerten Studenten zur Keppmühle, um dort "Bergfeste" zu feiern.
Mittlerweile ist der Weg - vor allem der Treppenaufgang zur Mühle - ein Sicherheitsrisiko. Stufen und Stützmauern sind instabil, laut Roger Mißbach (64) aus dem Straßen- und Tiefbauamt kann "jederzeit" etwas passieren. Betreten auf eigene Gefahr.
Aber nicht mehr lange! Denn nun hat die Stadt die nötigen Gelder für die Sanierung doch zusammenkratzen können. Rund 330.000 Euro kommen aus dem städtischen Haushalt, 75.000 Euro schießt die Ortschaft Schönfeld-Weißig dazu. Und satte 90.000 Euro hat die "Bürgerinitiative Keppgrund" an Spenden gesammelt.
Bauarbeiten am Keppgrund-Wanderweg beginnen im April
"Die Bauarbeiten beginnen planmäßig im April und sollen im September abgeschlossen sein", sagt Straßenamtsleiterin Simone Prüfer (61).
Annegret Grütze (52), Sprecherin der Bürgerinitiative: "Wir hoffen, dass die Stadt ihr Wort hält. Dieser Weg ist ein ganz, ganz wichtiges Kulturgut. Die Sanierung hätte schon früher beginnen müssen und wäre dann auch weniger teuer geworden."