Dresden - Am 13. September steigt wieder der bundesweite Tag des offenen Denkmals. Unter dem Motto "NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur" öffnen denkmalgeschützte Bauten und Orte. Eine Möglichkeit, hinter die Fassaden zu schauen und Orte zu entdecken, die sonst nicht zugänglich sind.
Denkmalschutz ist nicht etwa bloß Konservierung, Stagnation und Starre, sondern auch zukunftsgewandt. Eines der Paradebeispiele hierfür ist die Neue Mensa auf dem TU-Campus. Von außen sieht sie aus wie zu DDR-Zeiten, doch nach der Kernsanierung wurde moderne Technik verbaut, um auch in Zukunft ein nutzbares Denkmal zu bleiben.
"Die Neue Mensa ist sozusagen die kleine Schwester des Kulturpalasts", konstatiert Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (47, Linke) mit einem Augenzwinkern.
Derselben architektonischen Familie gehören beide Gebäude der Epoche der "Ostmoderne" an und sind heute als Denkmal nutzbar.
Mehr als 80 Denkmäler öffnen ihre Türen
Mehr als 80 Denkmale stehen dieses Jahr wieder offen und bieten mehr als 200 Veranstaltungen, darunter Führungen, Vorträge und Konzerte.
Zu den Highlights zählt auch Elbeschleppkahn "Waltraut" im Alberthafen. "Der Kahn wurde 2000 komplett saniert und liefert Einblicke in Lagerräume, Kojen und Kabinen", berichtet Daniel Reich, Leiter der Abteilung Denkmalschutz und Denkmalpflege. Hier sei außerdem für "Spiel, Sport und Spaß für Groß und Klein" gesorgt.
Auch das Römische Bad am Schloss Albrechtsberg, seit Jahren Baustelle, kann besichtigt werden. Dadurch erhalten Besucher geführte Einblicke in den aktuellen Bauprozess, "bei dem viele eingelagerte Elemente wieder an ihre ursprüngliche Stelle montiert werden".
Anders als noch im letzten Jahr hat die Marketing-Abteilung im Rathaus darauf verzichtet, Broschüren zu drucken. Dadurch konnten 10.000 Euro Druckkosten gespart werden. Dafür ist nun der gesamte Katalog zu den diesjährigen Denkmälern mit offenen Türen online im Themenstadtplan oder via App einsehbar: tag-des-offenen-denkmals.de