Dresden - Vom Residenzschloss über das Japanische Palais bis zum markanten Neubau am Zelleschen Weg: Die Geschichte der Dresdner Bibliotheken ist auch eine Geschichte ihrer Räume. Zum 30. Geburtstag der SLUB blickt eine neue Ausstellung nun vier Jahrtausende zurück. Und zugleich auf die nächste große Baustelle.
Am 22. Januar 1996 wurden die Sächsische Landesbibliothek und die Universitätsbibliothek der TU Dresden zusammengelegt. Aus der Fusion entstand die heutige "Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden", kurz: SLUB.
Drei Jahrzehnte später zählt sie nach eigenen Angaben zu den größten wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands. Zum Jubiläum wird heute Abend die Ausstellung "RAUM. Architekturen des Wissens" eröffnet.
Gezeigt wird dabei nicht nur die Geschichte dieses Hauses: Fotografien, Baupläne, Zeichnungen führen durch frühere Standorte wie das Residenzschloss, das Japanische Palais sowie die Nachkriegsquartiere an der Marienallee.
Besonders wertvolle Stücke gibt es in der Schatzkammer: Darunter ein rund 4000 Jahre alter sumerischer Tonkegel, das älteste Sammlungsstück der SLUB.
RAUM-Ausstellung in der SLUB: Was ist zu sehen?
Außerdem werden eine Flugschrift aus der Luther-Zeit, ein Astrolabium (Gerät zum Ausmessen des Sternenhimmels) aus dem 16. Jahrhundert oder ein Himmelsglobus aus dem Jahr 1728 präsentiert. Auch die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg ist Teil der Schau.
Für Generaldirektorin Katrin Stump ist die Fusion inzwischen ein "Erfolgsmodell". Man habe "eine Institution" geschaffen, "mit großer Strahlkraft über die Grenzen Sachsens und Deutschlands hinaus".
Es steht bereits die erste Änderung ins Haus: Die Haustechnik wird generalsaniert.
Die Ausstellung läuft bis zum 16. Januar, montags bis samstags von 12 bis 18 Uhr, Eintritt ist frei.