Ärger am Currywurst-Imbiss von CDU-Politikerin: Jetzt ermittelt der Staatsschutz
Dresden - Nachdem der Imbiss "Curry und Co." in der Dresdner Louisenstraße bereits mit Farbe beschmiert wurde, kam es am Freitagabend zu einem Protest. Später meldete sich auch Stadträtin Anne Herpertz (28, PVP) zum Thema, die selbst vor Ort war. Am Sonntag wurde bekannt, dass nun auch der Staatsschutz ermittelt.
Eine circa 30-köpfige Personengruppe aus dem linken Spektrum hatte versucht, den Geschäftsablauf der Currywurst-Bude zu stören, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Dresden gegenüber TAG24 noch am Freitagabend erklärte.
Demnach sollen die Beteiligten die Kunden daran gehindert haben, den Laden zu betreten. Gegen 20.26 Uhr wurde die Polizei alarmiert.
Laut Auskunft der Beamten kamen kurze Zeit später auf der gegenüberliegenden Straßenseite rund 70 Unterstützer zusammen, die eine Spontandemonstration anmeldeten. Vor Ort nahmen die Einsatzkräfte die Personalien einiger Störenfriede auf.
Der 30-köpfigen Gruppe wurde ein Platzverweis erteilt. Danach löste sich auch die Spontanversammlung auf. Noch am Abend gegen 22 Uhr beendete die Polizei ihren Einsatz wieder.
PVP-Stadträtin zeichnet anderes Bild der Lage
Piraten-Stadträtin Anne Herpertz (28), die selbst vor Ort war und die Kundgebung betreute, zeichnete gegenüber TAG24 ein etwas anderes Bild der Lage. Demnach seien etwa 20 Menschen von der Polizei unnötig eingekesselt worden.
Es seien lediglich zwei bis drei Personalien festgestellt worden, danach habe die Polizei den Einsatz schon wieder beendet.
"Es wurde Macarena und Las Ketchup gespielt, was auch die Harmlosigkeit der ganzen Situation widerspiegelt", so Herpertz. Die Maßnahme der Beamten sei aus ihrer Sicht übertrieben gewesen.
Gegen die Personen vor Ort, die sich laut Polizei am Eingang aufhielten, wird nun unter anderem wegen Nötigung und Hausfriedensbruch ermittelt.
Außerdem werden Zeugen gesucht: Wer Hinweise zum Vorfall oder den beteiligten Personen geben kann, wird gebeten, sich bei der Dresdner Polizei unter 0351 483 22 33 zu melden.
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Imbiss beklagt Anfeindungen aus der linken Szene
Es war bereits der zweite Zwischenfall bei "Curry & Co.", nachdem Susanne Meyer-Götz in der MDR-Talkshow "Fakt ist!" den Brandmauer-Begriff kritisiert hatte und stattdessen dazu riet, den Fokus auf "überparteiliche Schnittpunkte" zu legen.
In der Folge habe Meyer-Götz, ebenfalls stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende, in den sozialen Medien bereits etliche Anfeindungen aus der linken Szene erhalten. Ende September wurde dann ihr Imbiss großflächig mit Farbe beschmutzt.
Aufgrund der Anfeindungen und der Veröffentlichung ihrer Privatadresse hatte die Polizei zuletzt angekündigt, in der Louisenstraße vermehrt auf Streife zu gehen.
Erstmeldung: 2. Oktober 2026, 22.08 Uhr; zuletzt aktualisiert: 4. Oktober, 11.06 Uhr
Titelfoto: Stefan Häßler

