Dresden - Die Stadtverwaltung wollte zugunsten der blauen Tonne perspektivisch die 295 Altpapier-Container im Stadtgebiet entfernen, plante den Abbau bereits am Standort an der Hechtstraße. Der Rat entschied sich jedoch dagegen.
Nach den ursprünglichen Plänen der Stadt Dresden sollte die Altpapiersammlung über die öffentlichen Wertstoffcontainer bis 2030 eingestellt und durch die haushaltsnahe Entsorgung über die blaue Tonne ersetzt werden.
Deren Nutzung steigt seit Jahren, mittlerweile sind rund 70 Prozent der Haushalte angeschlossen.
Die Sammlung über die blaue Tonne sei effizienter, die Containerplätze oft vermüllt, begründete die Verwaltung.
So sei etwa der Schlitz der Unterflur-Container (davon gibt es 18 Stück) zu klein, was zu Problemen führe. Außerdem könnten Dresdner Pappen auch auf den Wertstoffhöfen abgeben.
Der Rat sprach sich jedoch für den Weiterbetrieb der Altpapier-Container aus, forderte OB Dirk Hilbert (54, FDP) auf Vorschlag der SPD dazu auf, "sämtliche laufenden Initiativen zur Abschaffung umgehend zu beenden". Das Abfallwirtschaftskonzept soll entsprechend fortgeschrieben werden.
Diskussionen gab es auch um die neu geplante Müllverbrennungsanlage (Projektname "Ring30"), die SachsenEnergie in der Nähe des Hammerwegs errichten will.
Der Rat möchte von der Verwaltung bis April wissen, wie die Anlage wirtschaftlich betrieben werden kann und die Müllgebühren langfristig stabil bleiben.