Dresden - Nachdem der Imbiss in der Louisenstraße aufgrund von Brandmauer-Aussagen der Inhaberin Simone Meyer-Götz (45) bereits mit Farbe beschmiert wurde, kam es am Freitagabend zu einem weiteren Zwischenfall. Inzwischen hat sich auch Stadträtin Anne Herpertz (28, PVP) zum Thema geäußert.
Eine circa 15-köpfige Personengruppe aus dem linken Spektrum hatte versucht, den Geschäftsablauf der Currywurst-Bude zu stören, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Dresden gegenüber TAG24 am Freitagabend erklärte.
Demnach sollen die Beteiligten die Kunden daran gehindert haben, den Laden zu betreten. Gegen 20.26 Uhr wurde die Polizei alarmiert. Laut Auskunft der Beamten handelte es sich um eine zuvor angemeldete Spontanaktion.
Vor Ort nahmen die Einsatzkräfte die Personalien einiger Störenfriede auf. Noch am Abend gegen 22 Uhr beendete die Polizei ihren Einsatz wieder.
Piraten-Stadträtin Anne Herpertz (28) zeichnete gegenüber TAG24 ein etwas anderes Bild der Lage. Demnach seien etwa 20 Menschen von der Polizei unnötig eingekesselt worden. Es seien lediglich zwei bis drei Personalien festgestellt worden, danach habe die Polizei den Einsatz schon wieder beendet.
"Es wurde Macarena und Las Ketchup gespielt, was auch die Harmlosigkeit der ganzen Situation widerspiegelt", so Herpertz. Die Maßnahme der Beamten sei aus ihrer Sicht übertrieben gewesen.
Es war bereits der zweite Zwischenfall bei "Curry & Co.", nachdem Meyer-Götz in der MDR-Talkshow "Fakt ist!" den Brandmauer-Begriff kritisiert hatte und stattdessen dazu riet, den Fokus auf "überparteiliche Schnittpunkte" zu legen.
Imbiss beklagt Anfeindungen aus der linken Szene
In der Folge habe Meyer-Götz, ebenfalls stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende, in den sozialen Medien bereits etliche Anfeindungen aus der linken Szene erhalten. Ende September wurde dann ihr Imbiss großflächig mit Farbe beschmutzt.
Aufgrund der Anfeindungen und der Veröffentlichung ihrer Privatadresse hatte die Polizei zuletzt angekündigt, in der Louisenstraße vermehrt auf Streife zu gehen. Außerdem ermittelt der Staatsschutz.
Erstmeldung: 2. Oktober, 22.08 Uhr; zuletzt aktualisiert: 3. Oktober, 12.16 Uhr