Dresden - Das Bangen um die Standfestigkeit der Brücke Budapester Straße geht weiter. Nachdem vergangenen Donnerstag die Notstützen angepresst wurden, beginnt in der Nacht von Montag zu Dienstag der eigentliche Brücken-Stresstest.
Das bedeutet: Zwischen 19 und 5 Uhr bringen vier Schwerlastfahrzeuge bis zu 326 Tonnen Gewicht auf die Brücke.
Dabei wird das Bauwerk messtechnisch überwacht, unter anderem mit 122 Schall-, 64 Dehnungs- und 32 Neigungssensoren.
"Wir beobachten Risse, Dehnungen und Durchbiegungen. Wenn wir Pech haben, gibt es neue Spanndrahtbrüche", sagt TU-Professor Steffen Marx (57) vom beteiligten Unternehmen MKP.
Ein Belastungstest in dieser Größenordnung sei "bislang einmalig" in Deutschland, erklärt Marx. "Er wird aber völlig unspektakulär ablaufen, davon bin ich überzeugt."
Schwerlastfahrzeuge befahren Brückenzüge und Daten werden gesammelt
Montag befahren die Schwerlastfahrzeuge Brückenzug C, Dienstag ist Brückenzug A an der Reihe. Wurden genügend Daten gesammelt, geht's an die Auswertung.
Danach wird entschieden, inwiefern - und wie lange - die baufällige Brücke noch genutzt werden kann.