Proteste nach französischem Vorbild? Junge Menschen wollen in Dresden auf die Straße gehen

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Dresden - Am 31. Oktober sind bundesweit Proteste nach französischem Vorbild geplant - auch in Dresden ist eine Kundgebung angekündigt, der sich die Bewegung "Gen Z regelt" angeschlossen hat. Was dahintersteckt und wie sich die Dresdner Behörden vorbereiten - TAG24 hat nachgefragt.

Gianni Matheja (21), Pressesprecher der Jugendgruppe "Gen Z regelt".
Gianni Matheja (21), Pressesprecher der Jugendgruppe "Gen Z regelt".  © Charlotte Kunstmann

Wie Gianni Matheja, Pressesprecher der Jugendgruppe "Gen Z regelt", gegenüber TAG24 mitteilt, wollen die Initiatoren am 31. Oktober in verschiedenen Städten darauf aufmerksam machen, "dass junge Menschen bei politischen Entscheidungen über ihre Zukunft stärker gehört und beteiligt werden müssen".

Im Mittelpunkt stehen dabei Investitionen in Bildung, soziale Sicherheit und Gesundheit sowie die Forderung nach einem bezahlbaren Leben. "Uns beschäftigen steigende Lebenshaltungskosten, fehlende Perspektiven und eine Lastenverteilung, die wir als ungerecht empfinden", erklärt Gianni. Überdies stehen die Themen Wehrpflicht und Musterung auf der Agenda.

Auch in Dresden ist eine Kundgebung geplant, wie die Stadtverwaltung bestätigte. Sie soll am 31. Oktober um 14 Uhr auf dem Theaterplatz stattfinden. Auf der Website von "Gen Z regelt" haben bereits rund 400 Menschen ihre Teilnahme zugesichert.

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Dass die Themen der Bewegung auch junge Menschen in Dresden beschäftigen, betonen Hedi Götze und Richard Rausch, Vorsitzende des Stadtschülerrats Dresden. Gegenüber TAG24 erklären sie, dass die Forderungen bei Dresdner Jugendlichen auf viel Zuspruch stoßen und großes Engagement hervorrufen könnten.

Die Dresdner Kundgebung wird dabei von der lokalen Gruppe "Azubis gegen Rechts Dresden" organisiert. Diese arbeitet unabhängig von der Initiative "Gen Z regelt", hat sich der Bewegung jedoch angeschlossen. Ein Pressesprecher der Gruppe betont, dass die aktuellen Protestthemen auch Auszubildende betreffen.

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In Frankreich eskalierten jüngst Proteste: Es kam zu teils heftigen Ausschreitungen und Plünderungen.
In Frankreich eskalierten jüngst Proteste: Es kam zu teils heftigen Ausschreitungen und Plünderungen.  © MATTHIEU RONDEL / AFP

Polizei bereitet sich auf Proteste vor

Die Polizei Sachsen bereitet sich auf die Proteste am 31. Oktober vor, unter anderem in Dresden. (Symbolbild)
Die Polizei Sachsen bereitet sich auf die Proteste am 31. Oktober vor, unter anderem in Dresden. (Symbolbild)  © 123RF/timeckertphotography

Hintergrund der Mobilisierung sind unter anderem die jüngsten Proteste in Frankreich. Dort gingen zunächst vor allem Schüler auf die Straße, um auf ähnliche gesellschaftliche Probleme aufmerksam zu machen. Im weiteren Verlauf kam es jedoch auch zu heftigen Ausschreitungen und Plünderungen.

Während die Initiative "Gen Z regelt" zu friedlichem Protest aufruft, laufen bei den Behörden die Vorbereitungen für die geplante Kundgebung am 31. Oktober. Das Sächsische Staatsministerium des Innern teilte auf TAG24-Anfrage mit, dass sich die Polizei Sachsen auf das Versammlungsgeschehen einstelle.

"Abhängig von den Entwicklungen und der Erkenntnislage der Polizei werden die aktuellen Planungen fortwährend angepasst", erklärte ein Polizeisprecher. Zu möglichen Risiken im Zusammenhang mit der Kundgebung machten weder die Polizei noch die Stadtverwaltung nähere Angaben.

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Wie ein Sprecher des Bundesministeriums des Innern (BMI) mitteilte, verstärkt das Bundesamt für Verfassungsschutz die Beobachtung einschlägiger Internetseiten und Social-Media-Kanäle, "auf denen Aufrufe zur gewaltsamen Teilnahme bzw. zur Nutzung der Demonstrationen zur Verbreitung von Gewalt geteilt werden könnten".

Gianni betont, dass die geplanten Proteste friedlich verlaufen sollen. Die Initiative distanziert sich ausdrücklich von Gewalt und Vandalismus. "Ausschreitungen und Plünderungen sind für uns kein Vorbild. Wir wollen unsere Forderungen durch friedlichen, demokratischen Protest sichtbar machen", erklärt er.

Titelfoto: Bildmontage: Charlotte Kunstmann, MATTHIEU RONDEL / AFP

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