Deshalb entfernt Dresden weniger "Fahrradleichen"

Dresden - Sie bieten nicht nur einen unschönen Anblick, sondern blockieren auch wertvolle Abstellflächen: "Fahrradleichen" finden sich insbesondere an den beiden Dresdner Fernbahnhöfen. Doch zuletzt wurden weniger von ihnen geborgen.
Ärgerlich für Pendler: Auf dem Schlesischen Platz vorm Bahnhof Neustadt finden sich besonders viele Fahrradleichen (Archivfoto).
Ärgerlich für Pendler: Auf dem Schlesischen Platz vorm Bahnhof Neustadt finden sich besonders viele Fahrradleichen (Archivfoto).  © Thomas Türpe

Grundsätzlich gilt: Nicht jedes verstaubte Rad gilt sofort als "Leiche" und wird abtransportiert. "Indizien dafür sind sehr starke Beschädigungen oder defekte oder fehlende wesentliche Teile des Fahrrades", schreibt das Rathaus in einer Mitteilung an SPD-Verkehrspolitiker Stefan Engel (32).

Ihn erreichen immer wieder Bürgeranfragen zu dem Thema. Auch deshalb fordert Engel ein entschlosseneres Vorgehen gegen die herrenlosen Drahtesel.

Bürger melden die Schrotträder der Verwaltung zumeist telefonisch, per Mail oder durch Ansprache von Mitarbeitern.

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Doch die Entfernung gilt als aufwendig: In Kooperation mit dem Straßen- und Tiefbauamt wird in der Regel einmal pro Jahr eine Großaktion durchgeführt.

Stefan Engel (32) ist SPD-Verkehrspolitiker in Dresden.
Stefan Engel (32) ist SPD-Verkehrspolitiker in Dresden.  © Steffen Füssel
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In den letzten Jahren ging die Zahl der geborgenen Fahrradleichen allerdings zurück: von 210 Stück für das Jahr 2023 auf nur noch 61 im Jahr 2024. Der Grund für den Rückgang: Die Stadtbezirksämter mussten Personal für die Organisation von Kommunal-, Europa- und Landtagswahl abstellen.

Titelfoto: Bildmontage: Thomas Türpe, Steffen Füssel

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