Dresden - Die wichtigste Skate-Anlage Dresdens an der Lingnerallee ist fertig! Ab sofort können alle Freunde des Rollsports wieder ihre Tricks auf neuen Rails (Geländer) und Ledges (Mauern) vollführen.
Risse im Beton, Ausbrüche an Fugen, Stolperkanten: Nach mehr als zwei Jahrzehnten war die alte Anlage nahe dem Pirnaischen Platz stark verschlissen.
Manche Elemente waren zwar eine Herausforderung für Profis, aber eine Gefahrenstelle für Amateure.
Die neue Anlage wirkt dabei großzügiger, mit mehr Anfahrtsmöglichkeiten und besserer Anbindung zu den Wegen drumherum. Sitzblöcke aus Granit laden zur Verschnaufpause ein. Die Landschaft aus gegossenem Beton ermöglicht unterschiedliche Schwierigkeitsstufen.
Auch die beiden Dresdner Anton Braun (19) und Sikharin Supanmart (26) haben die Skate-Anlage getestet.
Beide werden von BMX- und Skate-Firmen gesponsert, sind auf der Schwelle zu den Profis und haben auf dem alten Areal praktisch die Jugend verbracht: "Ich hab 2011 angefangen hier zu fahren. Der neue Park ist definitiv offener, es ist mehr Raum für Anfänger da. Ein bisschen trauere ich dem alten Park nach", sagt Sikharin auf seinem BMX lachend.
Dresdner Skater-Anlage ist barrierefrei
Für Anton ist der neue Part "flowiger" als der alte: "Die Risse im Beton waren schon gefährlich. Schön, dass der neue Park eröffnet hat", so der Skateboarder.
Auch für Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (60, Grüne) eine Freude: "Dieser Anziehungspunkt für Rollsportbegeisterte wird dazu beitragen, sportliche Betätigung ins Zentrum der Stadt und der Gesellschaft zu rücken und die Innenstadt zu beleben."
Die barrierefreie Anlage kann von Skateboards, Inlineskates, Scootern, BMX- und anderen Fahrrädern, aber auch von Rollstühlen genutzt werden.
Die Kosten für den Neubau betragen insgesamt 700.000 Euro. 210.000 Euro sind Eigenmittel der Landeshauptstadt, die übrige Summe stammt aus Fördermitteln.