Großeinsatz am Flughafen: Messer-Mann randaliert in S-Bahn!

Dresden - Am Samstagmorgen löste ein bewaffneter Mann einen Polizei-Großeinsatz am Dresdner Flughafen aus.

Mehrere Einsatzwagen eilten am Samstag zum Dresdner Flughafen.
Mehrere Einsatzwagen eilten am Samstag zum Dresdner Flughafen.  © xcitepress/Finn Becker

In der S-Bahn-Station unter dem Flughafen wurde gegen 8.35 Uhr eine Person, die mit einem Messer bewaffnet war, von den Einsatzkräften überwältigt, erklärte ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Dresden gegenüber TAG24 am Vormittag.

Vorausgegangen war eine Bedrohungslage. Bei einer Fahrkartenkontrolle, konnte ein Ukrainer (47) in der S2 in Richtung Flughafen keinen gültigen Fahrausweis vorzeigen, teilte die Bundespolizei am Nachmittag mit.

Als die Beamten im Zugabteil zur Unterstützung eintrafen, eskalierte die Situation. Der 47-Jährige reagierte gewaltsam, schubste einen Polizisten und zückte schließlich ein Messer, womit er die Einsatzkräfte bedrohte.

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Trotz des Einsatzes von Pfefferspray konnte der Schwarzfahrer nicht aus dem Zug geholt werden. Der Waggon wurde abgesperrt, weitere Fahrgäste wurden in Sicherheit gebracht.

Eine Gefährdung für Dritte bestand laut einem Pressesprecher nicht.

Mit seinem Messer beschädigte der 47-Jährige die Sitze im Zug.
Mit seinem Messer beschädigte der 47-Jährige die Sitze im Zug.  © Bundespolizei

Trotz Pfefferspray: 47-Jähriger dreht im Zug vollkommen durch!

Der Randalierer bedrohte die Polizisten mit einem Messer.
Der Randalierer bedrohte die Polizisten mit einem Messer.  © xcitepress/Finn Becker

Unterdessen randalierte der Mann im Abteil weiter, schlitzte mit seinem Messer Sitze auf und zerschlug mit einem Feuerlöscher die Verglasung einer Schalttafel und betätigte die Notbremse.

Schließlich verbarrikadierte sich der Wüterich auf der Zugtoilette, wo er gegen 10.10 Uhr von Spezialkräften der Dresdner Polizei gewaltsam überwältigt wurde.

Der 47-Jährige erlitt in der Folge eine Verletzung am Fuß und wurde vom Rettungsdienst behandelt. Nun wird gegen ihn ermittelt.

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Der Zugverkehr konnte ab 10.45 Uhr wieder freigegeben werden.

Die Zugtoilette wurde ebenfalls zerstört.
Die Zugtoilette wurde ebenfalls zerstört.  © Bundespolizei
Mindestens eine Glasscheibe hat der Täter zerstört.
Mindestens eine Glasscheibe hat der Täter zerstört.  © Bundespolizei

Die Bundespolizei war mit insgesamt 17 Einsatzkräften vor Ort. Hinzu kamen neun Spezialisten der Einsatzgruppe für lebensbedrohliche Einsatzlagen der Polizeidirektion Dresden.

Erstmeldung 12.04 Uhr, zuletzt aktualisiert um 14.22 Uhr.

Titelfoto: xcitepress/Finn Becker

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