Grusel-Gestalt sorgt für Schrecken: Kinder "haben richtig Angst, früh in die Schule zu gehen"

Dresden - Aus dem Netz in die Realität: Im Dresdner Westen sorgt jetzt ein "Kater mit Hut" ("Cat in the Hat") für Angst und Schrecken. Waren es erst Fälschungen durch künstliche Intelligenz (KI) in Irland und den USA, schleicht jetzt wohl tatsächlich ein Scherzbold im Katzenkostüm durch Gorbitz, um Kinder zu erschrecken. Die Polizei warnt.

In Gorbitz ängstigen sich Kinder vor der Gruselkatze.  © Steffen Füssel

Das Kinderbuch "Cat in the Hat" stammt aus dem Jahr 1957 und handelt von einer Katze mit gestreiftem Hut, die das Haus zweier Kinder verwüstet, während die Mutter nicht da ist. 2003 wurde es verfilmt, bei TikTok unterlegte ein Nutzer eine Szene des Filmes mit düsterer Musik.

Der Startschuss für Scherzbolde im Netz: Mittels KI wurde der Kater auf eine Straße in Irland versetzt, im Spätsommer bedrohte er virtuell Schulen in den USA.

Doch nun scheint es auch einen echten Fall zu geben: "Meine Schwester hat einen Clown in unserem Hof gesehen", sagt Kathrin (29, Name v. Redaktion geändert)* aus dem Wölfnitzer Ring gegenüber TAG24.

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"Er hat sich hinter einem Baum versteckt und kam dann plötzlich vor. Er hatte etwas in der Hand, sie wusste nicht, ob das ein Messer war. Sie hat ihn dann von Weitem fotografiert."

Die Frau rief die Polizei.

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Auch dieses Bild kursiert online unter den Gorbitzern. Ob es echt ist und wo es spielt ist allerdings unklar.  © Screenshot

Katzengestalt in Dresden-Gorbitz gesichtet

Kathrin (29) hatte den "Cat in the Hat" im eigenen Hinterhof.  © Ove Landgraf

Es blieb nicht die einzige Meldung: "Wir hatten auch einen Anruf aus der Schlehenstraße, dass dort ein Kater mit Messer gesehen wurde", sagt Polizeisprecher Lukas Reumund (48).

"Einen Tag später sprachen Kinder in der Schule in der Stollestraße davon. Sie hatten aber wohl nur Bilder davon."

Doch auch letztere sorgen für Angst: "Meine eigenen Kinder haben die Bilder gesehen und die ganze Nacht bei mir geschlafen", sagt Kathrin.

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"Sie haben richtig Angst, früh in die Schule zu gehen."

Die Polizei ist alarmiert: "Wir waren mit mehreren Streifen vor Ort", so Sprecher Reumund. "Kinder können durch so etwas echte psychische Probleme bekommen."

Allen Meldungen nach sei der Kater aber immer von den Kindern weggegangen, weshalb es noch nicht als Bedrohung zählt.

Allerdings kommt die Ordnungswidrigkeit "Belästigung der Allgemeinheit" infrage. Früher war sie als grober Unfug bekannt.

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