Dresden - In fünf Wochen schon wird der Striezelmarkt öffnen, wieder Tausende in seinen Bann ziehen. Doch wer wird Lebkuchen verkaufen, Glühwein ausschenken, die Bratwürste auf dem Grill wenden? Im Stadtforum machten am Dienstag 22 Weihnachtsmarkt-Händler Jagd auf die perfekten Aushilfskräfte.
"Gerade in den Herbstmonaten wird es schwieriger, gutes Personal zu finden", weiß Fachverkaufsleiter Philipp Fleischhauer (33) von der Bäckerei René Krause. Minijobber oder Bis-zu-30-Stunden-Kräfte sind willkommen.
Vor der Arbeit auf insgesamt vier Dresdner Weihnachtsmärkten gibt es sogar eine Stollenschulung: "Wir haben verschiedene Stollen und die unterscheiden sich zum Beispiel in der Lagerung. Deshalb braucht es Beratungsexpertise."
Bei Wind und Wetter, insbesondere zu Hochzeiten wie den Advents-Wochenenden zu arbeiten, ist nichts für schwache Nerven, weiß auch Jenny Görne (41) von "Väterchen Frost" aus Rostock.
Sie sucht vor allem Studenten und Berufsschüler: "Sie müssen motiviert sein, aber auch ein Händchen für die Glaswaren haben, denn die präsentieren wir ja", betont die Hohlglasveredlerin.
Studentinnen wollen sich auf Weihnachtsmarkt was dazuverdienen
Die Gartenbau-Studentinnen Luzie Schilbach und Antonia Jahn (beide 21) wollen sich auf dem Weihnachtsmarkt was dazuverdienen. Ihre Interessen unterscheiden sich allerdings.
Während Antonia sich eher für die Glühweinstände begeistern kann, sind es für Luzie "Weihnachtssterne oder Erzgebirgskunst".
Besonders reizvoll finden die beiden, dass "man nicht so gebunden ist, weil der Job ja erst mal nur einen Monat geht. Außerdem weiß man hier auf der Messe, dass die Leute wirklich nach Personal suchen und man auch gleich Lohnvorstellungen klären kann."
Für BWL-Studentin Clara Weilandt (19) wäre es das erste Mal, auf einem Weihnachtsmarkt zu arbeiten: "Die Weihnachtszeit ist so besonders, man könnte etwas Gutes tun und Freude schenken." Sie würde am liebsten an einem "Essensstand arbeiten, gerne auch was mit Schokolade. Die meisten Leute kommen ja auf den Markt, um was zu essen."
Bereits das fünfte Mal findet die Jobmesse statt. Grund war am Anfang der erste Weihnachtsmarkt nach Corona, als "den Händlern die Arbeitskräfte weggebrochen waren und selbst Stammpersonal fehlte", weiß Stadtsprecher Daniel Heine (41).