Klima-Kleber planen schon nächste Aktionen: Gleichzeitig an mehreren Orten

Dresden - Dreimal brauchten Autofahrer in Dresden diese Woche schon etwas mehr Geduld: Jedes Mal hatten Aktivisten der "Letzten Generation" Straßen blockiert, zuletzt die St. Petersburger am Freitagmorgen. Die nächsten Tage werden die Klima-Kleber wohl weiter massiv die Autofahrer verärgern.

Auch am Freitag klebte die "Letzte Generation" wieder auf der Straße.
Auch am Freitag klebte die "Letzte Generation" wieder auf der Straße.  © Letzte Generation

Mittlerweile ist es bei der Polizei schon Routine:

Gegen 9 Uhr setzten sich zwei Frauen und zwei Männer auf die St. Petersburger Straße. Erstmals setzten dabei gleich alle vier Sekundenkleber ein.

"Zwei klebten sich auf die Straße, die anderen beiden klebten sich aneinander fest", erklärt Christian Bläul (41) von der "Letzten Generation".

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"So kann im Notfall eine Rettungsgasse gebildet werden."

Die Polizei brauchte trotzdem nur 30 Minuten, um die Aktivisten zu lösen, währenddessen leitete sie den Verkehr um. Das Quartett erhielt Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.

Ein Ende der Dauerblockaden ist nicht abzusehen. "Ich gehe davon aus, dass es nächste Woche in dieser Häufigkeit weitergehen wird", sagt Bläul.

"Neu wird auch sein, dass wir aufgrund großen Zulaufs an mehreren Stellen gleichzeitig Aktionen durchführen können."

Die Aktionen in Dresden sollen neben der bundesweiten Forderung nach Tempolimit, 9-Euro-Ticket und einem Essen-Retten-Gesetz OB Dirk Hilbert (51, FDP) dazu zwingen, sich für einen Gesellschaftsrat Klima auf Bundesebene auszusprechen.

Titelfoto: Letzte Generation

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