Nach Operetten-Brand: Diese Millionen-Summe kassiert Dresden von Versicherung
Dresden - Über ein Jahr ist der Großbrand in der ehemaligen Staatsoperette in Dresden-Leuben her. Die Flammen ließen nur noch eine Ruine übrig. Nun ist klar, welche Summe die Stadt von der Versicherung kassiert. Allerdings müssen dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.
Wie eine aktuelle Beschlussvorlage verrät, zahlt die Allianz auf Basis eines Schadengutachtens einen Regulierungsbetrag in Höhe von neun Millionen Euro. Dabei müssen lediglich 5000 Euro Selbstbeteiligung abgezogen werden.
"Im März erhielt die Landeshauptstadt Dresden einen ersten Abschlag der Entschädigungsleistung in Höhe von 3.495.000 Euro", heißt es in dem Dokument. Ebenfalls seien bereits die Abbruchkosten (rund 438.000 Euro) gezahlt worden.
Übrig bleibt damit ein offener Betrag in Höhe von knapp über fünf Millionen Euro. Dieser kann jedoch erst in Anspruch genommen werden, wenn der Finanzausschuss der Beschlussvorlage zustimmt und innerhalb von drei Jahren "massive Gebäude im Umfang der Regulierungssumme" auf dem Gelände errichtet werden, wie es im Versicherungsvertrag heißt.
Deshalb bringt der Geschäftsbereich von Stephan Kühn (46, Grüne) eine weitere Vorlage ein, die den Neubau eines Stadtteilhauses vorsieht. Darin sollen sich künftig eine Vier-Bahn-Kegelsportanlage, die Bibliothek sowie Flächen des Sozialamtes befinden. Die Fertigstellung ist für Ende 2028 geplant.
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Dresden hofft bei dem Projekt auf Fördergelder. Vonseiten der SPD war Kritik laut geworden, dass der Verwaltung für eine Realisierung das Geld fehle. Im September entscheidet der Stadtrat über die Pläne.
Titelfoto: Roland Halkasch
