Neonazi-Vorwürfe gegen zwei Mitarbeiter: Dresdner Pflegedienst zieht Konsequenzen!
Dresden - Nachdem im vergangenen Monat Neonazi-Vorwürfe laut geworden sind, hat der städtische Pflegedienst "Cultus" in Dresden nun personelle Konsequenzen gezogen. Zwei Angestellte mussten das Unternehmen verlassen.
"Wir haben die Vorwürfe sorgfältig geprüft und umgehend die aus unserer Sicht gebotenen Maßnahmen eingeleitet, um Schaden von der Cultus gGmbH abzuwenden und das Vertrauen in unser Unternehmen und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen", erklärt Geschäftsführer Matthias Beine (62) in einem Statement.
Es sei daher die Zusammenarbeit mit den zwei betroffenen Personen "im gegenseitigen Einvernehmen" beendet worden.
"Die Erfahrungen aus diesem Sachverhalt nutzen wir, um unser gemeinsames Werteverständnis zu festigen und unser Wissen über Extremismusprävention zu vertiefen. Dabei werden wir durch externe Fachleute begleitet", so Beine weiter.
Auslöser waren Recherchen der "Antifa Elbflorenz" zu den beiden Mitarbeitern Maik Z. und Marcel N. gewesen. Letzterer war seit diesem Jahr als Betriebsratsvorsitzender tätig und ist nebenbei als Frontsänger der Freitaler Rechtsrockband "Stahlwerk" aktiv, die heute zum Neonazi-Musiklabel "PC Records" gehört und prominente Vertreter des Nationalsozialismus glorifiziert.
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Auch Z. ist in der Szene kein Unbekannter. Er nimmt regelmäßig an Neonazi-Aufmärschen teil und fällt immer wieder durch seine Beteiligung an Gewaltdelikten auf.
Titelfoto: Montage: Eric Münch, Norbert Neumann
