Neuer Glanz in DDR-Bau: Hotel Newa an Prager Straße wiedereröffnet
Dresden - Historischer Charme von außen – ein neues Design von innen: Das Barceló Dresden Newa an der Prager Straße nahe dem Hauptbahnhof ist nach langer Zeit einer Renovierung samt Umbau unterzogen worden. Pünktlich zu Ostern konnten die ersten acht Etagen fertiggestellt und wiedereröffnet werden.
"Das Haus war bei der Übernahme gut erhalten, aber noch im Stil von 2003. Das wirkte einfach altbacken", sagte Hotel-Manager Eckart Pfannkuchen (53) von der spanischen Barceló-Group, die seit November 2024 als Betreiber fungiert.
Neben dem Foyer samt Rezeption wurden seit Januar etwa auch das Restaurant und die Zimmer modernisiert. "Dazu gehören neue Möbel, Flachbildfernseher und Betten mit Matratzen eines spanischen Herstellers. Auch wurden Glasduschen installiert", berichtet der Gastgeber.
Großes Highlight bleiben weiterhin die bodentiefen Panoramafenster, die lichtdurchflutete Räume ermöglichen. "Wegen des Ausblicks beginnen ab dem zehnten Stock die Zimmer der Deluxe-Kategorie."
Die beste Sicht bietet sich ganz oben in der 14. Etage. Dort entstehen sechs Suiten, die spätestens zum Sommer-Anfang im Juni – wie die restlichen oberen Stockwerke – für Übernachtungen zur Verfügung stehen sollen.
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Hotel trägt weiter den Namen "Newa"
Knapp zehn Millionen Euro sind in die Renovierung geflossen. Ziel soll es sein, mit einem zeitgemäßen Erscheinungsbild noch mehr Geschäftsreisende und Touristen anzusprechen.
"Die Jahresauslastung lag bisher bei rund 73 Prozent", berichtet Pfannkuchen. Generell habe man es in Dresden mit einem umkämpften Hotelmarkt zu tun. "Wir erwarten auch vom Stadtmarketing zusätzliches Engagement durch mehr Kongresse und Veranstaltungen."
Trotz des Umbaus ist der Name Newa – bezugnehmend auf den größten Fluss der Partnerstadt St. Petersburg – geblieben. "Damit verbinden die Leute hier etwas", sagt der Manager, selbst gebürtiger Dresdner.
Das Objekt mit seinen 321 Zimmern steht für DDR-Geschichte. Im Jahr 1970 öffnete das einstige "Interhotel Newa" seine Türen.
Prominente wie der damalige SED-Chef Walter Ulbricht (†80), der Revolutionär Fidel Castro (†90) oder der Sänger Howard Carpendale (80) nächtigten in dem rund 50 Meter hohen Gebäude.
Titelfoto: Montage: Thomas Türpe (3)

