Dresden - Anfang August eröffnete die Streetfood-Kette "Mmaah!" ein Restaurant in Dresden. Für schnelle Bekanntheit setzt das Unternehmen auf Werbung im Stadtgebiet. Um eine legale Aktion handelt es sich dabei jedoch nicht.
Gleich mehrere Verteilerkästen und Postdepots der Zusteller wurden mit Plakaten zugeklebt, die mit Sprüchen wie "Straight outta Korea" (zu Deutsch: direkt aus Korea) auf das neue Angebot aufmerksam machen - so etwa im Bereich der Hertha-Lindner-Straße/Freiberger Straße.
Eine Erlaubnis dafür gibt es nicht, wie das Rathaus auf TAG24-Anfrage mitteilte. "Auch liegt kein Sondernutzungsantrag vor", so eine Sprecherin.
Der Gemeindliche Vollzugsdienst des Ordnungsamtes sei mit einer Kontrolle und Dokumentation der ungenehmigten Plakatierung beauftragt worden. "Nach Vorlage der Feststellungen werden weitere Schritte - gegebenenfalls die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens - geprüft", heißt es.
Das Anbringen von Plakaten stelle grundsätzlich eine genehmigungspflichtige Sondernutzung dar, betont die Stadt. Aufgrund des Verstoßes drohe eine Geldbuße von bis zu 500 Euro.
Auf TAG24-Anfrage hat sich die Mmaah Berlin GmbH, die deutschlandweit über 20 Standorte betreibt, nicht zu der Wildplakatierung geäußert.