Panne bei Sachsens Landtag: Sicherheitsdienst muss kaputte Türen bewachen

Dresden - Sicherheit ist in Zeiten, denen Amokfahrten, Drohnenangriffe und steigende Rüstungsausgaben ihren Stempel aufdrücken, ein hohes Gut. Und doch sind Sicherheitslücken nicht immer schnell zu schließen, wie ein Beispiel aus Sachsens Landtag zeigt. Dort waren monatelang die Sicherheitstüren ausgefallen.

Nach Monaten wurden vor wenigen Tagen endlich die defekten Spezialtüren repariert.  © Steffen Füssel

Bereits Ende 2025 sei der Motor einer der beiden Türen am Eingang zum Altbau ausgefallen, teilte die Landtagsverwaltung auf TAG24-Anfrage mit. Der zuständige Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) entschied, die Motoren beider Flügel austauschen zu lassen. Passiert ist indes nichts.

Die schweren Holztüren sind Teil des Konzepts, das die Sicherheit der Abgeordneten garantiert. Bei Gefahr können sie per Knopfdruck vom Objektschutz verriegelt werden.

Als Ende April auch diese Notverriegelung ihren Geist aufgab, wurde entschieden, zusätzliches Sicherheitspersonal zu engagieren.

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Was nach Schlamperei aussieht, ist laut SIB eine hochkomplizierte Angelegenheit. Die vertraglich gebundene Fachfirma, "die mit der sicherheitstechnischen Infrastruktur des Landtags vertraut" sei, habe aufgrund von Kapazitätsproblemen und Lieferschwierigkeiten von Ersatzteilen erst diese Woche tätig werden können, so ein Sprecher.

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Der Pavillon wurde eigens für die Security für die Zeit aufgestellt, in der die Sicherheitsverriegelung ausgefallen war.  © Steffen Füssel

Seit Montagabend funktionieren die Sicherheitstüren wieder. Ende gut, alles gut? Die wenigen Restarbeiten sollen dieser Tage erfolgen. Und dann sind da noch die Kosten. 17.000 Euro kostete allein die Reparatur. Die Abrechnung für den Sicherheitsdienst liegt indes noch nicht vor ...

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