Vermisstensuche an Dresdner Kiesgrube eingestellt! Kommt ein Leichenspürhund zum Einsatz?

❤️️
😂️
😱️
🔥️
😥️
👏️

Dresden - Die Polizei hat ihre Suche nach einer möglicherweise verunglückten Frau in der Kiesgrube Zschieren-Nord in Dresden eingestellt! Der Einsatz eines Leichenspürhundes wird überprüft. Doch nach wie vor ist unklar: Gibt es überhaupt eine Vermisste?

Die Polizei suchte mehrere Tage nach der Frau.
Die Polizei suchte mehrere Tage nach der Frau.  © Daniel Förster

Wie das Lagezentrum der Polizeidirektion Dresden am Sonntagmorgen gegenüber TAG24 erklärte, seien die "polizeilichen Maßnahmen" in der Kiesgrube ausgeschöpft, die Suche nach der Frau sei eingestellt worden.

Nun wird geprüft, ob in den kommenden Tagen trotzdem noch ein Leichenspürhund zum Einsatz kommen soll. Die Situation ist uneindeutig: Nach wie vor gebe es "keinen adäquaten Vermisstenfall", hieß es vonseiten der Polizei. Es ist also völlig unklar, ob sich überhaupt eine verunglückte Person in der Kiesgrube befindet!

Auslöser der Suchaktion waren am Ufer zurückgelassene, ordentlich zusammengefaltete Frauenklamotten. Diese waren am Mittwochvormittag von Badegästen entdeckt worden, die daraufhin die Beamten verständigten.

Dresden: Im Notfall zählt jede Minute: Grüne fordern "Defi"-Datenbank
Dresden Lokal Im Notfall zählt jede Minute: Grüne fordern "Defi"-Datenbank

"Wir gehen davon aus, dass jemand ins Wasser gegangen und nicht wieder rausgekommen ist", hieß es am Abend. Ein Spürhund hatte die Beamten nach dem Abschnüffeln der Klamotten in Richtung Wasser geführt.

Das Angeln sowie Schwimmen ist in den Kiesgruben eigentlich verboten.
Das Angeln sowie Schwimmen ist in den Kiesgruben eigentlich verboten.  © Daniel Förster
Deine täglichen News aus Dresden

Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.

  • Lokale Nachrichten aus Dresden & Umgebung
  • Exklusive Hintergrundberichte
  • Jederzeit abbestellbar
Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich. Bitte bestätige die E-Mail, die wir dir gesendet haben.
Mit deiner Anmeldung stimmst du unseren Datenschutzbestimmungen zu.
Eine Übersicht, wie tief das Wasser sein soll, klebte am Sonntag an einem Baum an Kiesgrube.
Eine Übersicht, wie tief das Wasser sein soll, klebte am Sonntag an einem Baum an Kiesgrube.  © TAG24

Kiesgrube Zschieren-Nord: Gibt es überhaupt eine Vermisste?

Am Sonntag wagten sich wieder Badegäste in die Kiesgrube.
Am Sonntag wagten sich wieder Badegäste in die Kiesgrube.  © TAG24

Doch mittlerweile wird dieser Ablauf hinterfragt. Mehrere Tage waren Polizei und DLRG an und in dem Gewässer im Einsatz, mit Sonargeräten ausgestattete Rettungstaucher durchschwammen die Kiesgrube in Zschieren. Außer den Klamotten keine Spur einer verunglückten Person.

Wie TAG24 vor Ort beobachten konnte, trauten sich nach der beendeten Suche am Sonntagvormittag die ersten Badegäste wieder in das Wasser der Kiesgrube im Südosten Dresdens. An einem Baum war außerdem eine Übersicht angebracht worden, die zeigen soll, wie tief das Gewässer an jeder Stelle ist.

Seit 1981 wurde in Zschieren ein Kiestagebau betrieben. Drei der Abbaufelder wurden durch das Hochwasser im August 2002 überschwemmt, der Kiesabbau dadurch beendet. Zwei der drei Kiesgruben sind in einem trockengelegten Elbarm gelegen, bis heute kleine Seen und Teil des Landschaftsschutzgebiets "Dresdner Elbwiesen und -altarme".

Dresden: Geld verdienen auf dem Weihnachtsmarkt: Dresdner Händler suchen Verstärkung
Dresden Lokal Geld verdienen auf dem Weihnachtsmarkt: Dresdner Händler suchen Verstärkung

Erstmeldung 10.05 Uhr.

Titelfoto: Montage: Daniel Förster

Mehr zum Thema Dresden Lokal: