Dresden - Infolge der Sanierungsarbeiten auf der Königsbrücker Straße ist in einer Tiefgarage offenbar stinkendes Fäkalien-Wasser ausgetreten. Ein Anwohner reagiert verärgert.
Daniel Kiss (36) parkt seinen Audi A4 stets in der Tiefgarage für die Hausnummern 48 bis 50. Seit Ende September wird jeder Gang ins Untergeschoss jedoch zur Qual.
Bereits am 28. September habe er seinen Vermieter darüber in Kenntnis gesetzt, dass in der Tiefgarage stinkendes Kanalwasser stehe, in dem bereits kleine Larven lebten.
Der Vermieter kontaktierte daraufhin die Stadtentwässerung sowie das Gesundheitsamt. Passiert ist bislang offenbar gar nichts.
TAG24 liegen der E-Mail-Verkehr und Ekel-Bilder aus der Tiefgarage vor. Zu sehen sind eine riesige Pfütze, die sich quer durch die Halle zieht, sowie braune Ablagerungen auf dem Boden.
In einer Mail vom vergangenen Montag erhielt der Vermieter eine Antwort von der Stadtentwässerung, in der die Stinke-Pfütze auf einen Defekt in der Entwässerungsanlage zurückgeführt wurde. Dazu hieß es: "Ein Zusammenhang mit der Baustelle auf der Königsbrücker Straße kann nicht ausgeschlossen werden." Seitens der Baufirmen sei jedoch keine Meldungen über verursachte Störungen bei der Stadtentwässerung eingegangen.
Auch aktuell stinke es noch, wie Kiss gegenüber TAG24 am Sonntag berichtete. Inzwischen habe er seinen Wagen deshalb umgeparkt.
Ekel-Zustände in Tiefgarage: Stadt Dresden oder Vermieter für Reinigung verantwortlich?
Nachdem das Wasser binnen einer Woche von allein versickert sei, stehe die Brühe nun "wieder höher", erzählte Kiss.
Die Garage sei zwar weiterhin zugänglich; da er seinen Wagen tagtäglich für die Arbeit benötige, wolle er dort aufgrund der Umstände vorerst aber nicht mehr parken.
Kiss fühlt sich im Stich gelassen: "Ich halte es für absolut inakzeptabel, dass so ein Fall von allen Zuständigen komplett ignoriert, und gar nicht wahrgenommen wird. Die Garage stinkt weiterhin stark und infizierte Ablagerungen sind auch weiterhin am Boden vorhanden."
Um die Tiefgarage von dem Gestank zu befreien, muss aber offenbar noch die Frage der Zuständigkeit geklärt werden.
In der Antwort an den Vermieter schrieb die Stadtentwässerung, dass ein technischer Mitarbeiter der Hausverwaltung die Entwässerungsanlage überprüfen solle. Aber: "Sollte sich die Störung nicht im Bereich der Grundstückseigentümer befinden, so sind wir erneut zu kontaktieren."
TAG24 hat unterdessen eine Anfrage an die Stadt Dresden gestellt. Eine Rückmeldung hierzu steht noch aus.