Sanierung mit Verzögerungen: Kulturzentrum "Scheune" in Dresden bleibt 'ne große Baustelle

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Dresden - Seit mehr als zwei Jahren ist die "Scheune" in der Dresdner Neustadt eine Baustelle. Jetzt steht endlich der Rohbau - der letzte Nagel wurde am Mittwoch symbolisch im Rahmen des Richtfestes in das Gebäude geschlagen.

Von oben erkennt man gut: Der Rohbau steht, nun kann es mit Vollgas beim Dach weitergehen.
Von oben erkennt man gut: Der Rohbau steht, nun kann es mit Vollgas beim Dach weitergehen.  © Steffen Füssel

Dabei sollte alles ganz anders laufen: Ursprünglich war die Fertigstellung des Kulturzentrums bereits für das kommende Jahr geplant.

Doch unvorhergesehene Bauprobleme sorgten für Verzögerungen. Nun steht der neue Zeitplan: Die "Scheune" soll pünktlich zur Spielzeit 2026/27 ihre Türen wieder öffnen.

Mit dem Neubau wird alles größer und das aus gutem Grund. "Eine kleine zusätzliche Bühne, Backstage-Bereich, Scheune-Akademie, einfach mehr Möglichkeiten für Kunst und Kultur in diesem Stadtteil und insgesamt in der Stadt", lobt Baubürgermeister Stephan Kühn (45, Grüne).

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Der Weg war allerdings alles andere als leicht. Um die Bauzeit zu überbrücken, wurde im "Blechschloss"-Pop-up-Club improvisiert – mit kleinen Events und reduziertem Betrieb.

Baubürgermeister Stephan Kühn (45, Grüne) hämmert den letzten Nagel ins Gebäude. Etwas ungewöhnlich dabei wurde eine Axt benutzt.
Baubürgermeister Stephan Kühn (45, Grüne) hämmert den letzten Nagel ins Gebäude. Etwas ungewöhnlich dabei wurde eine Axt benutzt.  © Steffen Füssel
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Beim Richtfest durfte die Richtkrone natürlich nicht fehlen.
Beim Richtfest durfte die Richtkrone natürlich nicht fehlen.  © Steffen Füssel

"Scheune" bekommt bereits seit Oktober 2022 eine Rundumerneuerung

Ralf Seifert vom Scheune-Verein wies auf die Schwierigkeiten während der Bauphase hin.
Ralf Seifert vom Scheune-Verein wies auf die Schwierigkeiten während der Bauphase hin.  © Steffen Füssel

Doch das war nicht genug, um Nerven und Finanzen des Betreibervereins unbeschadet zu lassen. "Es war nicht immer klar, ob wir diesen mehrjährigen Umbauprozess kräftemäßig und betriebswirtschaftlich überstehen", gesteht Vereinschef Ralf Seifert (54).

Die "Scheune" bekommt seit Oktober 2022 eine Rundumerneuerung. Das 1951 gebaute Kulturzentrum hatte einfach zu viele Mängel – von Brandschutz bis Barrierefreiheit.

Auch die Sicherheitsvorschriften haben sich geändert, sodass Teile des Hauses schon 2019 gesperrt wurden.

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Seit 2007 wird das Haus vom Scheune-Verein betrieben, der es nach der Sanierung weiternutzt – und zwar als modernen Veranstaltungsort für große Events und viele Besucher.

Titelfoto: Bildmontage: Steffen Füssel (2)

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