Sanierung verschoben, Zukunft völlig offen: Für das Haus am Theater läuft's gerade nicht rund
Dresden - Das seit 1999 als Bürger- und Ordnungsamt genutzte Stadthaus an der Theaterstraße ist marode, müsste eigentlich dringend saniert werden. Doch weil das Geld fehlt, stoppte die Verwaltungsspitze die Vorbereitungen. Wie geht es nun weiter?
Alles in Kürze
- Das Haus am Theater in Dresden ist marode und benötigt eine dringende Sanierung.
- Die Verwaltungsspitze stoppte die Vorbereitungen wegen fehlenden Geldes.
- Die Sanierung sollte ursprünglich Anfang 2026 beginnen und 44 Millionen Euro kosten.
- Der Standort an der Theaterstraße könnte aufgrund von Stellenkürzungen nicht mehr benötigt werden.
- Die Entscheidung über die Zukunft des Hauses wird intern diskutiert und zeitnah getroffen.

Probleme mit dem Tragwerk, veraltete Haustechnik, fehlender Arbeits- und Brandschutz: Spätestens Anfang 2026 sollte mit der Sanierung begonnen werden, so lautete der Plan.
Im April brachte Baubürgermeister Stephan Kühn (45, Grüne) deshalb eine Vorlage ein: Für knapp 44 Millionen Euro - im Haushalt aber nicht dargestellt - sollten die Mängel des über 100 Jahre alten Hauses beseitigt werden.
Ziel war es, dort langfristig alle Mitarbeiter des Ordnungsamtes und des Stadtbezirksamtes Altstadt (rund 350 Personen) unterzubringen. Übergangsweise wären sie in die ehemalige Cityherberge an der Lingnerallee gezogen.
Im Juni hätte der Stadtrat über die Millionen entschieden. Doch dazu kam es nicht: OB Dirk Hilbert (53, FDP) ließ das Vorhaben stoppen, will seinen Mitarbeitern eine "Denkpause" verschaffen.
Hintergrund: Die Stadt plant signifikante Stellenkürzungen. Damit ist fraglich, ob der Standort an der Theaterstraße künftig überhaupt noch gebraucht wird - und ob die kommunale STESAD als Eigentümerin am Ende nach neuen Mietern suchen muss.



"Dies wird im Augenblick intern diskutiert und zeitnah entschieden werden", schrieben die zuständigen Fachämter auf TAG24-Nachfrage am Freitagnachmittag.
Titelfoto: Montage: Norbert Neumann, Thomas Türpe, Norbert Neumann