Schockdiagnose Krebs: Für Jenny kam die Rettung gerade noch rechtzeitig

Dresden - Sie hatte im August 2021 gerade ihre Tochter Wanda entbunden, da kam die Schockdiagnose: Gebärmutterhalskrebs. "Bei der Geburt gab es Schwierigkeiten und offenbar innere Blutungen", erzählt Jenny Pagels (heute 36). Ein Abstrich und weitere Untersuchungen und Proben bestätigten die Diagnose. Zur Therapie der Krebserkrankung wurde die Physiotherapeutin aus Dresden an der Unifrauenklinik in Dresden behandelt.

Besiegte den Krebs: Jenny Pagels (36) mit Töchterchen Wanda (5).  © Daniel Viol

"Der Krebs hatte schon gestreut. Es gab Metastasen in der Lunge. Die Ärzte sagten, wir sollten baldigst mit einer Chemo- und Immuntherapie beginnen", erinnert sich Jenny.

Eine sechsmonatige Chemotherapie mit einer kombinierten Immun- und Antikörpertherapie sprach exzellent an, sodass Jenny eine Bestrahlung erspart blieb: Es waren keine Lungenmetastasen mehr nachweisbar.

"Ich hatte nie zuvor von solchen Therapien gehört. Mit der Uniklinik war ich offenbar bei den richtigen Spezialisten in den besten Händen", sagt Jenny. "Die Chemo habe ich gut vertragen. Als Nebenwirkung der Medikamente sind mir allerdings die langen blonden Haare ausgefallen."

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Doch die sind längst wieder nachgewachsen. "Das hat mir Prof. Wimberger vorausgesagt, und genauso ist es gekommen", erinnert sich Jenny. Am Ende hatten die Therapien so gut angeschlagen, dass der Tumor in der Gebärmutter und die Metastasen in der Lunge verschwunden waren. "So war der Krebs plötzlich genauso schnell weg, wie er gekommen war", freut sich Jenny heute.

Doch sie weiß auch: Der Krebs kann wiederkommen. "Nach der traumatischen Geburt meiner Tochter und den bitteren Erfahrungen mit der Erkrankung habe ich mich vor drei Jahren dazu entschlossen, mir die Gebärmutter entfernen zu lassen", sagt Jenny.

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Viele weitere gemeinsame Geburtstage: Jenny will Tochter Wanda später impfen lassen

Um ihre Tochter zu schützen, will Jenny sie später gegen HPV impfen lassen. (Symbolfoto)  © Stefan Puchner/dpa

"Eine weitere Schwangerschaft kam für mich nicht mehr infrage. Ich wollte außerdem sicher sein, dass der Gebärmutterhalskrebs nicht zurückkommt, und endlich meine innere Ruhe wiederfinden."

In der entnommenen Gebärmutter konnten keine lebenden Tumorzellen mehr nachgewiesen werden.

Inzwischen lebt die Dresdnerin mit ihrer Tochter auf Teneriffa. "Ich hatte Sehnsucht nach der Insel, dem Meer, der Luft und der Sonne. Hier treibe ich viel Sport, esse gesund, bin viel draußen unterwegs. Ich nehme wieder aktiv am Leben teil, arbeite hier als Physiotherapeutin und Yoga-Lehrerin."

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Damit ihrer Tochter das eigene Krebsschicksal erspart bleibt, will sie Wanda später gegen HPV impfen lassen: "Wenn man mit flächendeckenden Impfungen die Krankheit sogar ausrotten kann, sollte mein eigenes Kind in jedem Fall geschützt sein."

Heute gilt Jenny als krebsfrei. Bis November lässt sie die Immuntherapie langsam ausschleichen. Jenny: "Ich muss alle drei Monate zur Kontrolle zum Frauenarzt und einmal im Jahr zur Computertomografie, um mögliche Krebszellen frühzeitig aufzuspüren."

Im August ist Jennys Tochter Wanda fünf Jahre alt geworden. Dass Mutter und Kind diesen Geburtstag zusammen feiern können, hatten viele nicht für möglich gehalten.

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