Schöne Ferien: Papa will mit seinen Söhnen 350 Kilometer nonstop laufen

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Meißen - Eigentlich trainieren andere ein Leben lang für solche Distanzen. 350 Kilometer entlang der Elbe. Und das in rund dreieinhalb Tagen. Doch für einen Sachsen und seine Söhne zählt nur ein Ziel: Sie wollen damit das traditionsreiche Gewichtheber-Turnier "Pokal der Blauen Schwerter" unterstützen.

Maik Hertwig (56) und sein Sohn Ernst-Niklas (18) meistern den Großteil der Strecke. Während der eine läuft, ruht sich der andere im Auto aus.
Maik Hertwig (56) und sein Sohn Ernst-Niklas (18) meistern den Großteil der Strecke. Während der eine läuft, ruht sich der andere im Auto aus.  © Stefan Häßler

Der Startschuss fällt am Freitag um 8 Uhr an den Sportstätten im Heiligen Grund in Meißen. Maik Hertwig (56) läuft gemeinsam mit seinen Söhnen Ernst-Niklas (18) und Elias (26) in einer Nonstop-Staffel entlang der Elbe. Alle 35 Kilometer wird gewechselt – passend zum 35. "Pokal der Blauen Schwerter".

Hertwig ist dem Gewichtheben seit seiner Kindheit verbunden. "Im Prinzip bin ich als Kind zum Gewichtheben gekommen und dem Verein bis heute verbunden geblieben", erzählt er.

Das traditionsreiche Turnier, einst schon zu DDR-Zeiten Bühne für die Weltelite, wird heute ehrenamtlich organisiert. "Letztes Jahr kamen Athleten aus 15 Nationen. Dieses Jahr haben wir 24 Nationen am Start."

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Aufgrund der Vielzahl an Anmeldungen musste die Veranstaltung auf zwei Tage erweitert werden und das Budget geriet ins Wanken.

Seit einem Monat wird trainiert

Die Laufschuhe sind geschnürt, also kann es losgehen auf die rund 350 Kilometer.
Die Laufschuhe sind geschnürt, also kann es losgehen auf die rund 350 Kilometer.  © Stefan Häßler

"Da kam mir bei einer Bierlaune diese Idee: Man muss etwas Außergewöhnliches machen", sagt Hertwig.

Seine Familie zog sofort mit. Ehefrau und Tochter übernehmen Logistik und Verpflegung, Freunde begleiten die Läufer Tag und Nacht, und seine Söhne konnte er zum Laufen überreden. Trainiert wird seit etwa einem Monat. "Ich bin auch mal nachts laufen gegangen, um zu schauen, wie das so ist."

Ob Wetter, Baustellen oder schmerzende Beine – vieles ist ungewiss. Doch Hertwig blickt optimistisch nach vorn: "Wir wollen etwas leisten für diese außergewöhnliche Veranstaltung."

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Und er hofft, dass viele Menschen den Einsatz mit einer Spende unterstützen: www.99funken.de/pokal-der-blauen-schwerter

Titelfoto: Stefan Häßler

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