Schutzzeit der Fledermäuse beginnt: So kommen die Bauarbeiten am Römischen Bad voran

Dresden - Baupause am Römischen Bad auf Schloss Albrechtsberg. Weil Fledermäuse ihr Winterquartier beziehen, ruhen die Sanierungsarbeiten wieder weitgehend. Trotzdem soll der erste Abschnitt nächstes Jahr fertigwerden, sagt Baubürgermeister Stephan Kühn (47, Grüne). Für alle weiteren Arbeiten ist die Stadt noch auf Spenden angewiesen.

Ein Grund, warum sich die Bauarbeiten ziehen: Das Römische Bad dient unter anderem dem Großen Abendsegler als Winterquartier.  © Imago

Bis nächsten Sommer soll der erste Bauabschnitt fertigwerden, das Gröbste ist aber schon geschafft: Kolonnaden wurden instandgesetzt, Balustraden befestigt, Säulen gereinigt ... Putz bröckelt auch nicht mehr von den Wänden. Und die historischen Bemalungen sind wieder angebracht.

"Wir sind im Zeitplan und Kostenlimit", sagt Kühn. "Man hat langsam wieder eine Vorstellung davon, was für eine schöne Anlage das Römische Bad eigentlich ist." Sein Ziel: In zwei Jahren soll das seit 2012 gesperrte Bad wieder öffnen.

Bei der Finanzierung sind allerdings Fragen offen. Kühn hofft auf Bundesfördermittel für den nächsten Bauabschnitt - die Rekonstruktion des Beckens.

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"Wir rechnen mit 1,1 Millionen Euro Gesamtkosten. Es ist durchaus aussichtsreich, dass wir eine großzügige Bundesförderung bekommen."

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Schloss Albrechtsberg und sein Römisches Bad sind nicht im besten Zustand.  © Stefan Häßler
Der Spendenscheck von Stadtfest-Chef Frank Schröder (57, links) und Uwe Schmidt (51) reicht nicht für die vollständige Sanierung.  © Stefan Häßler

Bislang wurden rund 170.000 Euro gespendet

Außerdem hofft Kühn auf weitere Spenden. Bislang sind rund 170.000 Euro eingegangen, doch das reicht nur für die Brunnentechnik. Völlig unklar ist zudem, mit welchem Geld die Freianlagen auf Vordermann gebracht werden sollen (Kostenschätzung: mindestens 2 Millionen Euro).

Schafft es der im Frühjahr gegründete Förderverein, die nötige Summe über Spenden einzusammeln? "Wir haben neue Ideen, um das Spendenaufkommen zu vergrößern", so Vorstand Uwe Schmidt (51).

Bis zum ursprünglich angepeilten Spendenziel von einer Million Euro ist es jedenfalls noch ein weiter Weg

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