Standgelder erhöht! Dresdens Wochenmärkte werden teurer

Dresden - Das dürften bald auch die Kunden im Portemonnaie spüren: Dresdens Wochenmarkt-Händler müssen für ihre Stände jetzt mehr Gebühren bezahlen. Es ist die erste Preiserhöhung seit etwa 25 Jahren.

An zwölf Standorten finden Dresdens Wochenmärkte statt. Dienstag, Donnerstag (je 9 bis 17 Uhr) und Samstag (8 bis 12 Uhr) am Schillerplatz.
An zwölf Standorten finden Dresdens Wochenmärkte statt. Dienstag, Donnerstag (je 9 bis 17 Uhr) und Samstag (8 bis 12 Uhr) am Schillerplatz.  © Eric Münch

Hintergrund ist die Neuvergabe der Konzession bis 2029 an die Deutsche Marktgilde, die schon seit Jahren die Wochenmärkte (aktuell an zwölf Standorten) im Auftrag der Stadt betreibt, dafür in der Vergangenheit eine relativ geringe Gebühr ans Rathaus zahlen musste.

Im Jahr 2024 kamen etwa 233.000 Euro zusammen.

Mit der Neuvergabe wurden auch die Standgelder angepasst, der Quadratmeterpreis für Anbieter von Nahrungsmitteln, Blumen und Pflanzen von 1,60 auf 2 Euro erhöht.

Dresden: Warum ist der Konsum in Strehlen geschlossen?
Dresden Lokal Warum ist der Konsum in Strehlen geschlossen?

Laut Ausschreibung kassiert die Stadt künftig eine 50-prozentige Beteiligung an den Standgebühren, mindestens 250.000 Euro.

Grünen-Stadtrat Torsten Schulze (56).
Grünen-Stadtrat Torsten Schulze (56).  © Norbert Neumann
Steigen die Standgebühren, wird's in der Regel auch für Kunden teurer.
Steigen die Standgebühren, wird's in der Regel auch für Kunden teurer.  © dpa/Sebastian Kahnert

Grünen-Stadtrat Torsten Schulze kritisiert die Gebührenerhöhung

"Wir sind uns bewusst, dass die Preisänderung für unsere Beschicker eine Herausforderung darstellt. Daher haben wir unsere Kalkulation besonders sorgfältig vorgenommen und uns entschieden, einen Teil der inflationsbedingten Mehrkosten weiterhin selbst zu tragen", sagt Marktgilde-Niederlassungsleiterin Madeleine Megyesi-Lukaß (49).

Kritik kommt von Grünen-Stadtrat Torsten Schulze (56): "Ich halte die neue und kurzfristig angekündigte Belastung der Händler für schwierig. Für die Märkte und Kunden wäre es besser, die Stadt würde sie selbst betreiben."

Titelfoto: Norbert Neumann

Mehr zum Thema Dresden Lokal: