"Störungsfreie" Proteste: So lief der Demo-Samstag in Dresden

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Dresden - Gleich drei Demonstration trafen am Sonnabend in der Dresdner Innenstadt aufeinander: Wollten vor allem Jugendliche unter dem Motto "Gen Z regelt" protestieren, sammelte sich wenige Meter weiter das rechte Spektrum zu einer "Reformation 2.0" und gegen diese wiederum ein kleiner Protest. Es blieb weitgehend friedlich.

Am Theaterplatz trafen deutlich mehr Teilnehmer ein als angekündigt.
Am Theaterplatz trafen deutlich mehr Teilnehmer ein als angekündigt.  © Steffen Füssel

Skurrile Befürchtungen von Befürchtungen von Straßenschlachten und geplünderten Läden in Dresden geisterten im Vorfeld der angekündigten Gen Z-Demo durch das Netz und Medien.

Die Organisatoren ärgerten sich darüber: "Wir sind heute hier, weil wir wütend sind, wenn wir auf die Sozialkürzungen, auf den Rechtsruck, den aufkommenden Faschismus, auf die Klimakrise und die Militarisierung schauen", sagt ein Sprecher der Organisatoren vor Beginn der Demo zu TAG24.

"Und dieses ganze Gewaltdebatte geht uns so auf den Sack, weil sie den Fokus von unseren ganzen Themen auf die Gewalt lenkt, die so ich passieren wird. Wir sind nicht Frankreich und alles, was wir tun werden, ist legitimer ziviler Ungehorsam."

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Waren 500 Teilnehmer angezeigt, sammelte sich ab 14.00 Uhr 2500 Demonstranten auf dem Theaterplatz.

Die Demonstranten formulierten klare Botschaften, waren von gewaltsamen Protesten weit entfernt.
Die Demonstranten formulierten klare Botschaften, waren von gewaltsamen Protesten weit entfernt.  © Steffen Füssel

Uwe Steimle und Attestfälscherin sagen ab

Ex-Querdenken-Kopf Marcus Fuchs musste eine Absage von Uwe Steimle hinnehmen.
Ex-Querdenken-Kopf Marcus Fuchs musste eine Absage von Uwe Steimle hinnehmen.  © Thomas Türpe

Der Fokus der Eröffnungsreden lag auf Protest gegen die Wehrpflicht. Etwas später sammelten sich auf dem Postplatz Demonstranten aus dem rechtsextremen und Querdenker-Spektrum zur "Reformation 2.0".

Als die Gen Z-Demonstration vorbeizog, wurde sich zwar gegenseitig beschimpft, handgreiflich wurde es aber nicht.

Rund 17 Demonstranten waren einem Aufruf der Gruppe "Hope -Fight racism" gefolgt und protestierten neben der Auftaktkundgebung. Die Gen Z-Demo zog unterdessen weiter und hielt eine Zwischenkundgebung vor dem Kulturpalast ab.

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Auf dem Postplatz musste Ex-Querdenken-Kopf Marcus Fuchs (42) seine rund 800 Anhänger jedoch enttäuschen.

Mit der verurteilten Reichsbürgerin und Attestfälscherin Bianca Witzschel (69) und dem Rechtsaußen-Komiker Uwe Steimle (63) hatten alle beiden Stargäste der Demo ihm kurzfristig abgesagt. Trotzdem zogen sie ihre Demo ohne größere Zwischenfälle durch.

Die Gen-Z-Demo hielt am St. Benno-Gymnasium noch eine Kundgebung ab, zog dann Richtung Neumarkt. Wurden auf der Brücke erste Rauchtöpfe gezündet, starteten in der Neustadt vereinzelt Raketen. Auch einige Knallkörper und Bengalos wurden gezündet.

Gegen 17.45 Uhr erreichte die Demonstration ihren Endpunkt und löste sich dann schnell auf. "Alles friedlich und störungsfrei", bilanzierte ein Polizeisprecher gegenüber TAG24 das Versammlungsgeschehen.

Knapp 300 Beamte sicherten die unterschiedlichen Demos ab.

Titelfoto: Steffen Füssel

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