Dresden - Plötzlich fiel ein Arm vom Himmel! Während das Bistum Dresden-Meißen aktuell das 275-jährige Jubiläum der Dresdner Hofkirche feiert, wird auf deren Dach gehämmert. Grund dafür ist ein Zwischenfall vom Januar.
Damals lösten sich Teile der Figur des heiligen Franz von Assisi und stürzten zu Boden. Ein christliches Ehepaar aus Tettnang in Baden-Württemberg wurde beinahe erschlagen. Um weitere Abstürze zu verhindern, werden nun fünf der insgesamt 87 Figuren vom Dach genommen.
Nach dem Teilabsturz wurden die Figuren auf dem Dach auf Herz und Nieren abgeklopft. Nun laufen Sicherungsmaßnahmen, Demontage und Transport.
Mehrere Firmen arbeiten dabei zusammen, um die tonnenschweren Sandsteinfiguren sicher vom Dach der Kirche zu holen. Zu den fünf betroffenen Figuren zählen der bereits beschädigte Schutzpatron Franz von Assisi, Katharina von Alexandrien auf der Schlossplatzseite, die Figuren Antonius von Padua und Rosalia am Langschiff zur Chiaverigasse sowie Jakobus der Ältere am elbseitigen Hauptportal.
"Das Herabnehmen der fünf Figuren ist notwendig, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und insbesondere weiteren Abstürzen vorzubeugen", berichtet Alwin-Rainer Zipfl (52) vom zuständigen Immobilien- und Baumanagement (SIB).
Fast-Unfallopfer Rainer Specker freut sich über die Entwicklungen
Für die Arbeiten sei ein unterer sechsstelliger Betrag eingeplant. Bis Ende Oktober sollen die Figuren wieder auf dem Dach angebracht werden. Das freut übrigens auch den im Januar fast erschlagenen Touristen Rainer Specker (54) aus Tettnang: "Schön zu hören, dass der Franz operiert und stabilisiert wird! Wir werden ganz sicher Dresden wieder besuchen kommen."
Zwar befindet sich die Kathedrale im Eigentum des Freistaates, doch wäre es ohne die Nutzung des Bistums Meißen nur ein unbelebtes Denkmal. 2026 steht im Zeichen des 275. Jubiläums der Hofkirche, die 1751 geweiht wurde.
Anlässlich des Jubiläums gab es bereits Veranstaltungen, die letzten Programmpunkte dieses Jahres werden die Taschenlampen-Führungen am 19. und 30. Oktober sein, jeweils um 19 und 20 Uhr.
"Sicher eine spannende Erfahrung für die jungen Teilnehmenden", bekundet auch Michael Baudisch (47), Sprecher des Bistums. Restkarten seien noch vorhanden.