Mitten im Berufsverkehr: Klimaaktivisten kündigen Protestaktion in Dresden an!

Dresden - Klimaschützer der Gruppe "Extinction Rebellion" wollen diesen Freitag den Straßenverkehr am Straßburger Platz stören, das kündigten sie in einer Pressemitteilung an.

Der Sprecher der Gruppe "Extinction Rebellion", Christian Bläul (40), beteiligte sich schon öfters an Protestaktionen, wie auf diesem Foto im Juni dieses Jahres auf der St. Petersburger Straße.
Der Sprecher der Gruppe "Extinction Rebellion", Christian Bläul (40), beteiligte sich schon öfters an Protestaktionen, wie auf diesem Foto im Juni dieses Jahres auf der St. Petersburger Straße.  © xcitepress/Benedict Bartsch

Die Aktion am Freitag wird sich nur gegen Autofahrer richten. Durch Erzeugen eines künstlichen Staus am Straßburger Platz wollen sie mit den Fahrern ins Gespräch kommen.

Währenddessen sollen Bonbons und Flyer verteilt werden, so soll die Aufmerksamkeit der Menschen auf die Klimakrise gelenkt werden.

Ab circa 7.15 Uhr will die Gruppierung den Verkehr für circa sieben Minuten stören.

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Von den Verkehrsbeeinträchtigungen verschont bleiben Straßenbahnen, Fahrräder und Fahrzeuge mit Blaulicht. Die Kampagne findet in Absprache mit den Behörden statt.

Außerdem möchte "Extinction Rebellion" mit der Protestaktion die Politiker und die Stadtverwaltung dazu ermutigen, fossile Brennstoffe abzuschaffen und das auf einem sozial verträglichen Weg.

Subventionen, die eigentlich für fossile Brennstoffe gedacht sind, sollen in den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs fließen. Die Gruppe ist der Meinung, dass so der CO²-Ausstoß verringert und gleichzeitig die Straßen sicherer gemacht werden können.

"Wir müssen die Leute leider in ihrem Alltag stören, um sie auf die große Gefahr des Weiter-so hinzuweisen. Wir werden die 1,5 °C noch vor 2030 überschreiten. Wir können die Klimawende schaffen und unsere Industrie auf klimaneutral umbauen. Es eilt sehr, die Hütte brennt!", wird die Versammlungsleiterin, Iris Kämper (60), in der Pressemitteilung zitiert.

Titelfoto: xcitepress/Benedict Bartsch

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