Weitere Spanndrähte an Brücke Budapester Straße gerissen: So reagiert Experte darauf
Dresden - Dass schnelles Handeln an der Brücke Budapester Straße dringend notwendig war, zeigen neue Daten des Dauermonitorings. Demnach hat sich der Zustand des Bauwerks weiter verschlechtert. Dank der kurzfristig eingeleiteten Sicherungsmaßnahmen konnte jedoch Schlimmeres verhindert werden.
"Wenn es jetzt keine Notunterstützung gäbe, hätten wir ein großes Problem, das nicht mehr beherrschbar gewesen wäre", sagte der involvierte TU-Professor Steffen Marx (56) gegenüber TAG24.
Die Folge wäre eine Vollsperrung der Ammonstraße wegen drohender Einsturzgefahr der Brücke gewesen.
Das Rathaus hatte bereits in der ersten Junihälfte mitgeteilt, dass die Situation an Pfeilerachse C (nord-östlich direkt neben der Ammonstraße) besonders kritisch ist. Genau dort gab es in den vergangenen Wochen weitere Spanndrahtbrüche, wie ein Stadt-Sprecher nun gegenüber TAG24 erklärte.
Konkrete Zahlen zur weiter geschrumpften oder womöglich gar aufgebrauchten Reserve (maximal 16 Drahtbrüche) nannte er trotz Nachfrage jedoch nicht. "Aufgrund des Baufortschrittes bei der Errichtung der Notstützen mussten keine weiteren Konsequenzen gezogen werden", heißt es lediglich.
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Laut Verwaltung liegen die Sicherungsarbeiten im Zeitplan. Für Ende Juli wird die Komplett-Freigabe der Ammonstraße erwartet. Wie es mit der Sperrung auf der Brücke weitergeht, hängt von einem Belastungstest Mitte August ab.
Titelfoto: Montage: Holm Helis, Norbert Neumann
