Wie soll Dresden künftig heizen? Wärmeplan nach hitziger Debatte beschlossen

Dresden - Wie soll Dresden künftig heizen? In welchen Vierteln und Gebäuden liegt perspektivisch Fernwärme an, wo bietet sich eine Wärmepumpe an? Eine entsprechende Wärmeplanung beschloss nun der Stadtrat nach hitziger Debatte.

Der Stadtrat beschloss einen Wärmeplan.  © Norbert Neumann

Einer der Streitpunkte: Der Plan von Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (60, Grüne) sah vor, passende Gebiete in der Stadt mit klimaneutralen Formen der Wärmeversorgung wie etwa Wärmepumpen auszuweisen.

Das soll Hausbesitzern oder Gewerbetreibenden beim Planen helfen, ob sich etwa noch eine Gasanlage lohnt. Denn bis 2045 soll bundesweit der Abschied von fossilen Brennstoffen geschafft werden.

Jähnigen hatte im Plan eine entsprechende Ausstiegsperspektive vorgesehen, doch auf Antrag von CDU und Team Zastrow beschloss der Rat mehrheitlich (43 zu 26 Stimmen), dass in den Gebieten weiterhin das Erdgas-Verteilnetz Bestand haben und auf der Karte dauerhaft sichtbar bleiben soll.

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Außerdem sollen Gebiete mit bereits ausgewiesener "dezentraler Wärmeversorgung", bei denen noch Erdgas-Netzanschlüsse anliegen, wieder als Prüfgebiete eingestuft werden, da man Versorgungsrisiken im Stromnetz befürchtet.

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Wie soll Dresden künftig heizen? Der Wärmeplan gibt Bürgern, Hausbesitzern und Unternehmern eine unverbindliche Empfehlung ab.  © STESAD 3DModell

Das kritisierten Grüne und SPD scharf: Das rechte Lager wecke die Illusion, die Gasversorgung ewig und günstig aufrechterhalten zu können. Für die Bürger entstünde so eine gefährliche "Kostenfalle".

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