Dresden - Was die Bewohner Plauens und insbesondere die Kinder der 49. Grundschule ertragen müssen, bezeichnet die SPD als "Amtsschimmel-Irrsinn", der zu Politikverdrossenheit führe. Es geht um den Park an der Würzburger Straße, der zu weiten Teilen durch Bauzäune abgeriegelt ist.
Einst gehörte der Park zum Schulgelände, das selbst keine größeren Freiflächen hat. Später wurde er für die Bürger geöffnet, Schüler und Hortkinder erhielten Zugang über ein Verbindungstor.
Doch dieses ist seit Mai verschlossen. Der "intensive Trittdruck" habe den Boden stark verdichtet und die Bäume geschädigt, heißt es von Amts wegen. Bürger und andere Kinder durften den Park allerdings noch monatelang normal weiter nutzen.
Im Juni wollte die Verwaltung zügige Abhilfe schaffen. Doch mittlerweile sind etliche Wiesen und teils Spielgeräte mit Bauzäunen abgesperrt. Und das, obwohl Eltern und Stadtbezirk Hilfe anbieten.
SPD-Fraktions-Chefin Dana Frohwieser (49) tadelt das Verwaltungshandeln als "irrsinnig". Die CDU kritisiert ein "trauriges Bild", spricht von "Kindern, die nur durch einen Zaun blicken können".
Zeitplan? Fehlanzeige!
Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (60, Grüne) sagte im Stadtrat, teils seien die Bäume nicht mehr verkehrssicher. Die Absperrungen seien notwendig, bis die Wurzelbereiche saniert werden können.
Doch es gebe noch keinen Zeitplan, da es kurzfristig kein Budget gebe, bedauerte Jähnigen. Mit der Schule stehe man im Austausch, für ein früheres Kommunikationsdefizit habe sie bereits um Entschuldigung gebeten.
Ein Beschluss im Rat soll Klärung und Wurzelsanierung nun beschleunigen.