Dresden - Auch in diesem Jahr zeigen sich wieder zahlreiche Menschen solidarisch und erinnern in einer Menschenkette an die Luftangriffe von 1945 auf die Dresdner Innenstadt. Es werden tausende Neonazis als Gegendemonstranten erwartet.
Vor über 80 Jahren war das Zentrum der Elbflorenz nur noch Schutt und Asche. Um an die grausame Zeit der Bombardierung und die einstige Diktatur von Adolf Hitler zu erinnern, ist am Freitag gegen 17 Uhr am Kulturpalast (Schlossstraße 2) ein Bürgersingen geplant.
Gegen 18 Uhr richten Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP, 54) und Prof. Dr. Staudinger, Rektorin der TU Dresden, ein letztes Wort an die Menge, bevor sich die Teilnehmenden dann zu einer Menschenkette formieren.
Gemeinsam und Hand in Hand peilen die Teilnehmer zunächst die Innenstadt an. Wie die Stadt mitteilte, seien zwei Aufzüge geplant: Der Erste startet vom "Fritz-Foerster-Platz", der andere vom "Alaunplatz".
Demos sorgen für Verkehrseinschränkungen
Im Zuge der Veranstaltung ist mit massiven Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen. Auto- und Fahrradfahrer müssen sich auf Straßensperrungen und einen zähen Verkehrsfluss einstellen.
Neben den bereits genannten Straßen wird am Freitag ab 17.40 Uhr die Wilsdruffer Straße vorübergehend nicht mehr befahrbar sein - weitere Einschränkungen sind kurzfristig möglich.
Der Friedensmarsch soll bis 21.30 Uhr andauern. Bereits einen Tag später sind ab Mittag weitere Aufmärsche in der Inneren Altstadt, der Wilsdruffer Vorstadt/Seevorstadt-West, Friedrichstadt sowie der Inneren Neustadt geplant. In diesen Bereichen kann es bis 18.30 Uhr zu erheblichen Verkehrseinschränkungen kommen.