Münzschatz aus Dreißigjährigem Krieg entdeckt: Woher der Fund stammen könnte
Altenberg - Fast 400 Jahre schlummerte er im Verborgenen: Bei Sanierungsarbeiten wurde 2018 auf Schloss Lauenstein ein Münzschatz aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges entdeckt. Damals versteckt unter Dielen, ist das historische Vermögen nun nach ausgiebiger Restaurierung zurück an seinem Fundort - ausgestellt für neugierige Besucher.
Tief unter dem Fußboden des Torhauses im Wirtschaftshof kamen damals insgesamt 236 Silbermünzen zum Vorschein.
Der Fund wurde dem ansässigen Osterzgebirgsmuseum übergeben und anschließend im Münzkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden untersucht und restauriert.
Doch wer versteckte das Geld? Die Münzen geben zumindest Hinweise auf ihre Geschichte.
Münzschatz aus dem Dreißigjährigen Krieg
Die älteste stammt aus der Zeit um 1460, die jüngsten wurden 1631 geprägt. Vieles spricht dafür, dass der Schatz während des Dreißigjährigen Krieges vergraben wurde. Möglicherweise vom Verwalter des damaligen Rittergutes.
Auch die Summe war beachtlich: 20 Reichstaler waren die Münzen insgesamt wert.
Nach Einschätzung von Museumsleiterin Gabriele Gelbrich entsprach das etwa dem halben Jahresverdienst eines Handwerkers.
Die meisten Stücke stammen aus Sachsen und Böhmen. Eine Münze wurde sogar im Gebiet des heutigen Rumänien geprägt.
Nun präsentiert sie die Schlossleiterin stolz mit Erläuterungen zu ihrer Geschichte und ihrem damaligen Wert in einer Vitrine.
Titelfoto: Bildmontage: Egbert Kamprath
