Neuer Pächter, neue Ideen: Sächsischer Swingerclub macht jetzt auf öko
Schiedel - Über zwei Jahre blieben die Laken im Pärchenklub Schiedel (bei Kamenz, Landkreis Bautzen) unbenutzt. Jetzt will ein neuer Pächter dem Swinger-Paradies wieder Leben einhauchen und junge Nachwuchs-Swinger anlocken.

"Jeder Schniedel muss nach Schiedel", lautete einst der schlüpfrige Werbeslogan des legendären Swingerklubs. Dann kam Corona und eine über zweijährige Sexflaute. Jetzt will der langjährige Inhaber Reinhard Bartels (69) kürzertreten und hat sein Anwesen verpachtet.
"Wir wollen moderner werden, neben dem Stammpublikum auch den Nachwuchs anlocken", sagt Neu-Pächter Richy (37). Er ist vom Fach, hat er doch bislang für ein ähnliches Etablissement in Dresden gearbeitet.
Richy will das Sex-Paradies umgestalten, die Kinderkrankheiten in Geschäftsabläufen abstellen. "Der Teich wurde schon ausgepumpt und neu abgefüllt, Holzwege durch Steinwege ersetzt. Jetzt wird der Pool bepflanzt und der gesamte Corona-Schmutz im Objekt entfernt." Die alten Velours-Sofas wurden bereits gegen Leder-Couches ausgetauscht.
"Die kann man mit Desinfektionsmitteln reinigen, sodass man künftig auch Spaß auf den Sitzgarnituren haben kann", schmunzelt Richy.

Swingerclub soll Solaranlage auf das Dach bekommen
Das Interesse der Swinger an ihrem Abenteuerspielplatz ist jedenfalls ungebrochen. Zur Wiedereröffnungsparty am 29. April zählten Richy und Reinhard rund 150 Gäste. Künftig soll der Zweiseitenhof der Liebe sogar ökologisch werden.
"Um die Energiekosten für die Heißwasseranlage zu senken, planen wir eine Solaranlage auf dem Dach. Paradestück soll jedoch eine Hochregendusche für die tauschfreudigen Paare werden, aus der das Wasser aus vier Metern Höhe fällt", träumt Richy.
Titelfoto: Anne Hasselbach