Kaufpark-Nickern-Investor kämpft um Baupläne: "Wir brauchen eine klare Mehrheit!"

Dresden - "Alles Nichts Oder?!" im Rathaus.

Mittwochabend wurde im Bauausschuss über die Zukunft des Kaufparks diskutiert.
Mittwochabend wurde im Bauausschuss über die Zukunft des Kaufparks diskutiert.  © Thomas Türpe

Nach 21 Uhr stellte Möbel-Milliardär Kurt Krieger (73) im Bauausschuss zum zweiten Mal seine Pläne für Abriss und Neubau des Kaufparks Nickern vor. Ohne überwältigende Zustimmung von Politik und Verwaltung will Krieger das Bauprojekt beerdigen.

Darum geht es: Etwa 300 Millionen Euro will der Elbepark-Besitzer in Kauf, Abriss und Neubau des Centers am Stadtrand investieren.

Wer ist dagegen? Das Citymanagement sorgt sich um die ohnehin angeschlagene Innenstadt. Grüne, Linke und SPD haben ebenfalls Bedenken, zögern mit einer schnellen Zustimmung ohne genaue Prüfung.

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Wer ist dafür? CDU, AfD, FDP und Freie Wähler wollen den Investor bauen lassen, auch die IHK sieht eine "Aufwertung des Einzelhandelsstandortes Dresden Nickern dringend geboten."

Im Ausschuss machte Kurt Krieger nochmals deutlich: "Das Vorhaben jetzt anzugehen, ist mutig. Haben Sie Verständnis, dass wir angesichts der Investitionshöhe und der Herausforderungen eine klare Mehrheit brauchen."

Investor Kurt Krieger (73, l.) und sein Bau-Chef Andreas Uhlig (62) präsentierten die Neubau-Pläne.
Investor Kurt Krieger (73, l.) und sein Bau-Chef Andreas Uhlig (62) präsentierten die Neubau-Pläne.  © Petra Hornig

Ohne durchgehend positives Votum würde Krieger "das Projekt zurückziehen". Um das zu bekommen, bat der Investor um eine Probeabstimmung. Diese kam jedoch nicht zustande, vorher verließen einzelne Räte den Sitzungssaal.

Titelfoto: Thomas Türpe/Petra Hornig

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