Kriegstreiber-Zoff mit Dresdner CDU-Mann: Strack-Zimmermann lehnt Entschuldigung ab

Dresden - Mit seinem Tweet und der Beleidigung von FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (64) als "elende Kriegstreiberin" sorgte der Fraktionschef der CDU im Dresdner Stadtrat, Peter Krüger (61), am Mittwoch überregional für Aufsehen. Wie sich herausstellt, war es nicht die erste Attacke des Lokalpolitikers auf die FDP-Frau.

FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (64) zeigte sich am Mittwochabend wenig kompromissbereit.
FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (64) zeigte sich am Mittwochabend wenig kompromissbereit.  © Fabian Sommer/dpa

Noch am Mittwochabend war Krüger auf Twitter zurückgerudert und hatte sich für seine drastische Wortwahl entschuldigt: "Ich entschuldige mich für die unzutreffende Titulierung. Das war unangemessen und falsch. An meiner grundsätzlichen Ablehnung von Waffenlieferungen in Kriegsgebiete und am Krieg im Allgemeinen ändert sich nichts."

Doch Marie-Agnes Strack-Zimmermann nahm die Entschuldigung nicht an, sondern konterte mit dem Screenshot eines weiteren Krüger-Posts vom Tag zuvor.

Am Dienstag, also noch einen Tag vor dem großen Eklat, kommentierte dieser nämlich in Richtung Strack-Zimmermann: "Ihre Kinder ab an die Front! Graben- und Häuserkämpfe inklusive ..."

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Das Urteil der FDP-Politikerin und Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages war deshalb klar: "Ihre Entschuldigung kann ich leider so nicht ernst nehmen."

Dass das Scharmützel zwischen den beiden damit beendet ist, darf bezweifelt werden ...

Der Hintergrund des Streits zwischen CDU-Mann Krüger und FDP-Frau Strack-Zimmermann

Nach der deutschen Entscheidung, Kampfpanzer vom Typ "Leopard 2" an die Ukraine zu liefern, hatte Peter Krüger Befürworterin Strack-Zimmermann auf Twitter scharf angegriffen.

"Elende Kriegstreiberin! Es mögen mir die Finger verwesen, sollte ich jemals wieder meine Zweitstimme 'gelb' geben …", schrieb er in ihre Richtung.

Strack-Zimmermann konterte erst auf Twitter und legte bei TAG24 dann später am Abend nach: "Ihm mögen ja die Finger verwesen. Die traurige Nachricht wäre dabei: Das muss verdammt wehtun. Die gute Nachricht: Dann kann er nicht mehr twittern."

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

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