Kürzungen bei den Verkehrsbetrieben: OB Hilbert macht Rückzieher bei Linie 63
Dresden - Im Streit um die Liniennetz-Kürzungen bei den DVB macht OB Dirk Hilbert (55, FDP) einen neuen Vorschlag. Er sieht weiter harte Einschnitte vor, will aber bei der für den Schülerverkehr wichtigen Linie 63 nun nicht mehr sparen.
Zuletzt waren Diskussionen aufgekommen, wie millionenschwere Mehreinnahmen aus dem Deutschland- sowie Bildungsticket eingesetzt werden sollen. Hilbert will diese nicht nutzen, um das Angebot des Fahrbetriebs aufrechtzuerhalten.
Stattdessen sollen damit vor allem Gleisanlagen erneuert werden, etwa an der Leipziger Straße, Sternstraße, Friedrichstraße, Lennéplatz sowie Bautzner Landstraße.
Hilbert sieht weiter die bekannten Einschnitte vor wie etwa die Verkürzung der Linie 8 (fährt nicht mehr in die Südvorstadt), Linie 13 (endet in Mickten anstatt Kaditz) und zahlreiche Taktreduktionen.
Davon ausgenommen werden soll jetzt allerdings die Linie 63, die wie bislang im Zehn-Minuten-Rhythmus zwischen Pillnitz und Löbtau fahren soll. Die CDU begrüßt Hilberts Plan.
Mit einmaligen Einnahmen könne man keine strukturellen Finanzierungslücken schließen, die Sanierung der maroden Schienen sei "grundsätzlich richtig", so Fraktions-Chefin Heike Ahnert (45). SPD-Stadtrat Stefan Engel (34) nennt Hilberts Vorschlag "unausgegoren".
Die Grünen fordern Hilbert weiter auf, sein Kürzungspaket zurückzuziehen.
Titelfoto: Bildmontage: Norbert Neumann, Steffen Füssel
