Übler Vergewaltigungs-Scherz: Aschenbach unter Beschuss

Dresden - Diesen "Witz" hätte sich Max Aschenbach (37), der für die Satirepartei PARTEI im Stadtrat sitzt, besser verkniffen.

PARTEI-Stadtrat Max Aschenbach (37) sorgt immer wieder für Diskussionen.
PARTEI-Stadtrat Max Aschenbach (37) sorgt immer wieder für Diskussionen.  © Steffen Füssel

Wenige Tage nachdem im Alaunpark eine 48-jährige Frau vergewaltigt wurde, schrieb Aschenbach bei Twitter: "Im Alaunpark ist es so dunkel, dass ich auf dem Weg zum Stammtisch fast jemanden vergewaltigt hätte."

Die Reaktionen darauf waren eindeutig. "Hast du Lack gesoffen?! Sowas ist nicht witzig, sondern allerunterste Schublade!", schreibt beispielsweise Sachsens stellvertretende SPD-Vorsitzende Sophie Koch (29).

Auch Aschenbachs Kollege in der Dissidenten-Fraktion Johannes Lichdi (58, Grüne) ist irritiert: "Falls das irgendeine doppelbödige sinnreiche Bedeutung gehabt haben sollte, erschließt sie sich mir jedenfalls nicht."

Bild-Zensur: Stadtverwaltung gesteht Fehler ein
Dresden Politik Bild-Zensur: Stadtverwaltung gesteht Fehler ein

Später meldete sich Aschenbach mit einem Erklärungsversuch zu Wort.

Deine täglichen News aus Dresden

Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.

  • Lokale Nachrichten aus Dresden & Umgebung
  • Exklusive Hintergrundberichte
  • Jederzeit abbestellbar
Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich. Bitte bestätige die E-Mail, die wir dir gesendet haben.
Mit deiner Anmeldung stimmst du unseren Datenschutzbestimmungen zu.

"Mögliche Lesarten: a) Ich verkünde öffentlich, dass ich gerne Leute im Park vergewaltige. b) Ich konstruiere aus der Tatsache, dass es im Park dunkel ist (und dort regelmäßig vergewaltigt wird) die eklige Kausalität, dass Man(n) da vergewaltigt und thematisiere damit ein Problem."

Titelfoto: Steffen Füssel

Mehr zum Thema Dresden Politik: