Verkehrsversuch erfolgreich: So soll es jetzt mit der Louisenstraße weitergehen
Dresden - Offiziell ist der Verkehrsversuch auf der Louisenstraße seit November beendet. Dennoch sollen Blumenkübel und Sitzbänke stehenbleiben - Baubürgermeister Stephan Kühn (47, Grüne) will die Straße dauerhaft umgestalten. Grundlage ist ein Stadtratsbeschluss von 2019. Schon nächstes Jahr sollen Bäume gepflanzt werden.
Laut Kühn gab es aus der Bürgerschaft viel positives Feedback für die 50.000 Euro teure Testphase.
In einer nicht repräsentativen Online-Umfrage sprachen sich 721 von 901 Teilnehmern für die temporäre Umgestaltung aus. "Aber wir sehen auch, wo wir nachsteuern müssen", erklärt der Bürgermeister.
Mit den Blumenkübeln und Sitzbänken habe man zwar mehr Aufenthaltsqualität geschaffen, doch eine Verkehrsberuhigung sei nicht eingetreten. Dabei wurden allein im Abschnitt zwischen Alaunstraße und Rothenburger Straße rund 20 Parkplätze gestrichen.
Stadtbezirksamtsleiter André Barth (60) nennt eine mögliche Ursache: "Leider haben zwischen den Möbeln immer wieder Autos geparkt. Das schadet der Wirkung."
Finanzierung für dauerhafte Umgestaltung der gesamten Louisenstraße ungewiss
Stadtplaner André Zschoge (45) und seine Kollegen prüfen jetzt, welche weiteren Maßnahmen den Verkehr reduzieren können. "Zum Beispiel könnte man einen Abschnitt als Einbahnstraße ausschildern oder ein Abbiegeverbot einführen."
Fest steht, dass die im Juni aufgestellten Sitzflächen und Kübel stehenbleiben sollen. Außerdem plant die Verwaltung, in derzeit leer stehenden Pflanzflächen Bäume zu pflanzen. Geld dafür sei im Haushalt schon vorgesehen.
Doch die Finanzierung für eine dauerhafte Umgestaltung der gesamten Louisenstraße - inklusive grundhafter Sanierung - ist ungewiss.
Mehrere Millionen Euro würde diese kosten. Der Stadtrat soll nächstes Jahr entscheiden, ob die Pläne tatsächlich umgesetzt werden sollen.
Titelfoto: Bildmontage: Thomas Türpe (2)

