Wenn die Sonne erbarmungslos brennt: Darf ich jetzt in Dresdens Brunnen baden?

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Dresden - Die Sonne ist zurück, die Temperaturen steigen und damit auch die Badelust. Warum nicht einfach mal kurz die Füße in einen nahe gelegenen Brunnen tauchen, während man auf die nächste Straßenbahn wartet? Oder dem Hund nach der Gassirunde wenigstens eine Pfoten-Abkühlung gönnen? Doch Vorsicht: Die Erfrischung kann schnell teuer werden ...

Fast nirgends ist das Baden im Brunnen erlaubt. Ausnahmen sind die Schweizer Stadt Winterthur, wo "Brunnen gehen" im Sommer zu einem echten Trend geworden ist.
Fast nirgends ist das Baden im Brunnen erlaubt. Ausnahmen sind die Schweizer Stadt Winterthur, wo "Brunnen gehen" im Sommer zu einem echten Trend geworden ist.  © IMAGO/Cavan Images

Auch wenn einige von den 56 intakten Brunnen wie die Bodenspringstrahlen in der Neustadt optisch zum Planschen einladen, ist es überall tabu. "Da dies nach Grünanlagensatzung grundsätzlich nicht erlaubt ist", erklärt die Stadt auf TAG24-Nachfrage.

Laut Polizeiverordnung ist es sogar verboten: "Für einen entsprechenden Verstoß ist im Regelfall ein Verwarngeld in Höhe von 30 Euro vorgesehen", warnt das Rathaus.

Doch während die Wasserspiele im Sommer fast voller als die Freibäder sind, gingen im vergangenen Jahr "keine oder nur äußerst wenige entsprechende Anzeigen ein".

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Dabei ist das Baden nicht nur illegal, sondern auch gefährlich: "Es ist keine bauliche Sicherheit und keine Überwachung für den Betrieb als Badestelle vorhanden." Heißt: Wenn kein Bademeister da ist, darf nicht geplanscht werden.

Trotzdem verirren sich hin und wieder auch mal Kinder – unter Aufsicht ihrer Eltern – in der Neustadt zu den Fontänen, um sich abzukühlen.
Trotzdem verirren sich hin und wieder auch mal Kinder – unter Aufsicht ihrer Eltern – in der Neustadt zu den Fontänen, um sich abzukühlen.  © Ove Landgraf
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Auch der geliebte Vierbeiner darf nicht ins Brunnenbecken hüpfen. Egal, wie heiß den Tieren ist.
Auch der geliebte Vierbeiner darf nicht ins Brunnenbecken hüpfen. Egal, wie heiß den Tieren ist.  © IMAGO/Pixsell
Ohne Bademeister gilt ein Brunnen nicht als Badestelle – entsprechend ist das Plantschen hier eigentlich strikt verboten. (Symbolfoto)
Ohne Bademeister gilt ein Brunnen nicht als Badestelle – entsprechend ist das Plantschen hier eigentlich strikt verboten. (Symbolfoto)  © imago/McPHOTO

Stadt gibt zu: Springbrunnen werden nicht geprüft

Immerhin das Wasser in den Trinkbrunnen wird regelmäßig von einem Trinkwasserlabor untersucht.
Immerhin das Wasser in den Trinkbrunnen wird regelmäßig von einem Trinkwasserlabor untersucht.  © Steffen Füssel

Auch ins Becken geworfener Müll wie eine zerbrochene Glasflasche oder die eingebauten Stahlkanten, Rohre und Pumpen bergen ein Verletzungsrisiko.

Und selbst wenn ein prüfender Blick ins Wasser keinen Abfall offenbart, sind die chemischen Zusätze, die das Wasser wenigstens bis zu einem gewissen Grad sauber halten sollen, nicht unbedingt für die menschliche Haut geeignet.

Außerdem "kann die deutlich höhere Keimbelastung Krankheiten verursachen".

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Denn während die Trinkbrunnen regelmäßig durch ein Trinkwasserlabor untersucht werden, "werden Springbrunnen grundsätzlich nicht geprüft", gibt die Stadt zu.

Titelfoto: Bildmontage: Ove Landgraf, IMAGO/Cavan Images

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