Dresden - Zwischen Hoffen und Bangen: In seiner jüngsten Sitzung befasste sich der Stadtrat mit zwei dringlichen Fällen, die seit Wochen für Aufregung sorgen: In Prohlis soll das Ärztehaus abgerissen werden und in Löbtau steht das Kinder- und Jugendzentrum Moosmutzelhaus wegen fehlender Fördergelder vor dem Aus.
Während die Anwohner am Albert-Wolf-Platz weiter um den Wegzug vieler Praxen aus dem Stadtteil fürchten müssen, fand der "Moosi"-Rettungsauftrag unter den Fraktionen eine knappe Mehrheit.
Allerdings gab es aufgrund des Abstimmungsverfahrens Zweifel, ob ein gültiger Beschluss zustande gekommen war.
Sitzungsleiter Jan Donhauser (56, CDU) bestätigte am Sonntag den Entscheid pro "Moosi" und will das am Montag dem OB mitteilen.
Dirk Hilbert (54, FDP) hat ohnehin das letzte Wort, will am 23. März seinen Nachtragshaushalt vorstellen: Schaufelt er wegen der Finanznot keine Gelder für das Jugendhaus frei, wäre die "Moosi"-Rettung trotz des Rats-Auftrages gescheitert.