Wird Wasserski bald Schulsport in Dresden?

Dresden - Wakeboarden statt Liegestütze? Geht es nach Martin Riedel (54), Betreiber der Wasserskianlage Leuben, gehört der Wassersport bald zum Sportunterricht. Sportbürgermeister Jan Donhauser (57, CDU) unterstützt ihn dabei. Vielleicht plagt ihn auch ein schlechtes Gewissen …

Die Wasserskianlage an der Kiesgrube Leuben gibt es seit 2005.  © Eric Münch

Riedel musste seinen seit Jahrzehnten etablierten Standort auf Verlangen des Rathauses um 30 Meter verlagern - ein teurer, nervenaufreibender Umzug. "Nach diesem Theater müssen wir den Betreiber extra unterstützen. Sein Angebot ist wichtig für Dresden. Wer sonst hat eine Wasserskianlage mitten in der Stadt", lobt Bürgermeister Donhauser.

Er ist jetzt Pate für Martin Riedels Anliegen, mehr Dresdner Schulen für Wakeboard und Wasserski zu begeistern. "Viele Lehrer wissen noch gar nicht, dass der Wassersport Teil des Unterrichts sein kann", erklärt Riedel.

"Aber mit Sicherheitsauflagen ist das gar kein Problem." Konkret heißt das: Schüler sollten gut schwimmen können. Beim Unterricht bewacht ein Rettungsschwimmer mit Silber-Abzeichen das Ufer.

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Sportlehrer Torsten Helm (63) von der 121. Oberschule ist schon überzeugt. "Die Schüler sind total motiviert. Ganz anders als im normalen Sportunterricht."

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Sportbürgermeister Jan Donhauser (57, CDU) unterstützt das Angebot von Betreiber Martin Riedel (54).  © Eric Münch
Sportlehrer Torsten Helm (63) nahm mit seinen Schülern zum ersten Mal an einem Wassersport-Lehrgang teil.  © Eric Münch
Oberschüler Sascha-Paul Frauendorf (14) hat Spaß auf dem Wakeboard.  © Eric Münch

Ein Haken bleibt: die Finanzierung. "Wir haben einen Sponsor gefunden, der Klassen finanziell unterstützt", sagt Riedel und betont: " So ein Kurs ist eine tolle Erfahrung für die Schüler. Ich bin sicher, das hilft auch gegen digitale Demenz."

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