Preise in Dresden vor Erhöhung! So teuer ist Parken in anderen Städten

Dresden - OB Dirk Hilbert (54, FDP) plant, die Parkgebühren im Schnitt um 25 Prozent anzuheben. Damit würden Autofahrer nicht nur im Zentrum 3 Euro die Stunde blechen müssen, was Fraktionen wie Team Zastrow (TZ) ablehnen. Doch wo liegt Dresden damit im Vergleich mit anderen Großstädten - ist die Erhöhung gar überfällig?

Preislich unschlagbar: In der Tiefgarage Semperoper zahlen Autofahrer nur 1,50 Euro die Stunde.  © Ove Landgraf

In Leipzig (keine Tageshöchstgebühren) etwa müssen Autofahrer schon seit 2021 pro angefangene 30 Minuten 1,50 Euro im Zentrum zahlen. Macht also 3 Euro pro Stunde - damit ist der aktuelle Tarif in Dresden (2,40 Euro pro Stunde) also noch günstiger.

Dafür ist es außerhalb der Kernzone in Leipzig billiger: Dort kostet eine halbe Stunde 50 Cent, also einen Euro pro Stunde. In Dresden werden je nach Tarifzone aktuell 1,50 oder 1,20 Euro fällig, was auch ohne die geplante Gebührenerhöhung bereits teurer ist. In beiden Städten können Autofahrer aber auch noch in vielen Vierteln, vor allem außerhalb des Zentrums, kostenfrei parken, da dort noch keine Parkautomaten installiert sind.

In der Chemnitzer Kernzone verlangt die Stadt 50 Cent je 40 Minuten, je 20 weitere Minuten kosten weitere 50 Cent. Macht einen Euro für die erste Stunde, für jede weitere kommen 1,50 Euro hinzu.

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Außerhalb kann man in der ersten Stunde für 50 Cent und dann für weitere 50 Cent je 30 weitere Minuten parken, hier gibt es außerdem eine Tageshöchstgebühr von 2,50 Euro. Das liegt deutlich unter den Dresdner Tagessätzen (aktuell 5 bis 12 Euro).

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In Leipzig ist das Parken im Zentrum teurer als in Dresden, außerhalb ist es günstiger.  © Ralf Seegers

In Metropolen wie Berlin und Hamburg ist Parken deutlich teurer

Autofahrer zahlen am Georgiring in Leipzig 1,50 Euro pro halbe Stunde. Einen Tagestarif gibt's nicht.  © Ralf Seegers

Die Dresdner Innenstadt stehe im Wettbewerb mit großen Einkaufszentren im Umland und in Stadtnähe, die kostenfreies Parken anbieten, gibt das City Management zu Bedenken. "Wir brauchen deshalb für Dresden ein faires und wettbewerbsfähiges Modell, das die Innenstadt erreichbar hält und Handel, Gastronomie und Kultur stärkt." Natürlich geht's auch teurer: In Metropolen wie Berlin, Hamburg oder Köln geht in der Innenstadt nichts unter vier Euro pro Stunde.

Das Rathaus will mit der Gebührenerhöhung auch Mindereinnahmen kompensieren, wie ein Sprecher am Dienstag betonte. So muss die Stadt ab kommendem Jahr Umsatzsteuer für Großparkplätze wie am Pirnaischen Platz ans Finanzamt abführen, was die jährlichen Einnahmen um rund 800.000 Euro verringern wird.

Praxis-Tipp: Im Parkhaus Altmarkt-Galerie kostet die erste Stunde 2 Euro (jede weitere 2,50 Euro), im Parkhaus Centrum-Galerie zahlen Nutzer 2,50 Euro für die erste Stunde (jede weitere kostet 2 Euro). Unschlagbar die Tiefgarage Semperoper mit 1,50 Euro die Stunde (Tageshöchstsatz 6 Euro).

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