Dresden - Lernen in überhitzten Räumen, Pausen in der prallen Sonne und ringsum kein Schattenplatz in Sicht: Das gehört in der Freien Montessorischule Huckepack nun der Vergangenheit an. Mit aufgerissenen Asphaltflächen, grünen Inseln und Sonnensegeln hat die Schule dem Klimawandel den Kampf angesagt.
Darüber freut sich besonders Schüler Friedemann (8): "Es ist jetzt viel besser, weil wir mehr Schatten haben. In der prallen Sonne auf riesiger Betonfläche zu spielen, hat keinen Spaß gemacht."
Damit auch das Lernen für die Kinder angenehmer wird, wurde neben Klimaschutzfolien an den Fenstern eine automatische Nachtlüftung eingeführt.
"Die Räume, die tagsüber besonders von Sonneneinstrahlung betroffen sind, können so gut abkühlen. Auf dem Hof werden bald noch Sonnensegel für Schatten aufgestellt", erklärt Huckepack-Geschäftsführer Harry Vahle (57).
Neu gepflanzte Bäume und Pflanzen auf den aufgebrochenen Betonflächen tun den Rest. "Sie sind alle klimaverträglich. So was wie der Amberbaum und eine Felsenbirne. Hier kann gleichzeitig auch noch genascht werden. Und mit der Entsiegelung kann das Wasser viel besser einsickern", weiß Landschaftsarchitekt Tobias Dressler (51).
Außerdem im Gepäck: "Aufklärung im Hosentaschenformat. Wir als Umweltamt haben das Heftchen 'Mit Wichtel Flora dem Klima auf der Spur' rausgebracht. Kinderfreundlich wird hier informiert, wie man sich vor Hitze, Trockenheit und Starkregen schützen kann", so Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (60, Grüne).