Dresden - Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (62, CDU) macht Druck: Bauen soll günstiger werden. Der sogenannte "Gebäudetyp E" könnte das möglich machen. Aber bei dem neuen Planungsansatz gibt's rechtlich noch Lücken.
Die sollte das sogenannte Gebäudetyp-E-Gesetz bereits im Herbst 2024 schließen. Wegen des vorgezogenen Endes der Wahlperiode konnte es jedoch nicht abgeschlossen werden. Auch die Bauministerkonferenz von Ende vergangener Woche brachte keine Klarheit, wann das Gesetz kommt.
"Die gesetzliche Absicherung des Gebäudetyps E darf sich nicht noch weiter verzögern", fordert die Ministerin. Wer einfacher und kostengünstiger bauen wolle, brauche klare Regeln, so die Politikerin.
Genau das soll der "Gebäudetyp E" leisten. Er soll ermöglichen, auf technisch nicht zwingend erforderliche Standards zu verzichten, um so schneller und kostengünstiger zu bauen.
Die sächsischen Grünen begrüßen die Forderung ausdrücklich. "Bauen ist in Deutschland viel zu teuer geworden", so Thomas Löser (54, Grüne).
Dass Wohnungen auch mit einfacheren Baustandards gefragt sind, zeigten die Gründerzeitquartiere. "Sie werden bis heute gerne bewohnt, obwohl sie viele heutige Baunormen nicht erfüllen."