Siebenjähriger auf Schulweg angefahren: Polizei sucht nach flüchtigem Unfall-Fahrer

Pirna - Diesen Tag wird er hoffentlich irgendwann vergessen. Ein Siebenjähriger war in Pirna von der Haltestelle "Breite Straße" auf dem Weg zur Grundschule "Am Friedenspark", als ihn am gestrigen Mittwochmorgen bei Überquerung der Nicolaistraße ein Auto anfuhr. Doch anstatt dem Jungen zu helfen, flüchtete der bisher unbekannte Fahrer!

Mama Jennifer Roblick (36) und ihr Sohn hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Mama Jennifer Roblick (36) und ihr Sohn hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung.  © Holm Helis

Trotz der Kollision um 7.15 Uhr in der Früh schaffte es der Erstklässler noch, seine Mutter anzurufen. "Vor Schock und weil er eben erst sieben Jahre alt ist, konnte er sich weder Automarke noch Kennzeichen merken", sagte seine Mutter Jenny Roblick (36).

Es soll sich aber vermutlich um ein dunkles und größeres Gefährt gehandelt haben, etwa einen Van.

Die 36-Jährige und die Ärzte vermuten anhand der Verletzungen im Gesicht des Jungen, dass der Täter mit weniger als 30 km/h an der Kreuzung der Grundschule auf die Nicolaistraße in Richtung Breite Straße abgebogen war. Bei höherer Geschwindigkeit wären die Verletzungen wohl noch schlimmer ausgefallen.

Erste Lichtblicke bei Dresdens nervigen Baustellen
Dresden Baustellen Erste Lichtblicke bei Dresdens nervigen Baustellen

"Zum Glück mussten wir mit unserem Sohn nicht ins Krankenhaus", schilderte die dreifache Mutter die Stunden nach dem Unfall. Ihre Bitte an die Autofahrer: "Nehmt auf kleine Kinder und Grundschüler mehr Rücksicht!"

Normalerweise geht der Siebenjährige unbeirrt seinen Schulweg.
Normalerweise geht der Siebenjährige unbeirrt seinen Schulweg.  © Jenny Roblick
Nahe der Grundschule "Am Friedenspark" in Pirna kam es zum Unfall.
Nahe der Grundschule "Am Friedenspark" in Pirna kam es zum Unfall.  © Holm Helis

Mittlerweile hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Telefonnummer 0351/4 82 22 33 entgegen. Bei Fahrerflucht drohen bis zu drei Jahre Gefängnis.

Titelfoto: Holm Helis

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