Simmel übernimmt! Kaufhaus-Unternehmer investiert am Bahnhof

Dresden - Endlich tut sich was am Hauptbahnhof: Im Frühjahr soll der Bau des lange geplanten Fernbusterminals samt Fahrradparkhaus (800 Stellplätze, davon 300 kostenfrei) starten. Investor Peter Simmel (67) ist optimistisch, sein "Simmel Terminal" Mitte 2030 öffnen zu können.

"Ich liebe Herausforderungen", sagt Unternehmer und Investor Peter Simmel (67).  © Thomas Türpe

Seit über 30 Jahren gibt es Planungen für ein großes Terminal am Hauptbahnhof. Zuletzt hatte es die "S & G Development" umsetzen wollen - dann scheiterte die Finanzierung. "Wir haben alles so geklärt, dass nichts dazwischenkommt", verspricht dagegen Simmel.

Es geht um die derzeit brachliegende schmale Fläche zwischen Hauptbahnhof und Simmel-Markt. Geplant ist ein moderner Gebäudekomplex mit Fernbusterminal und unterirdischem Fahrradparkhaus, dazu kommen Büroflächen, ein Fitnesscenter mit Pool und mietbare Kurzzeit-Apartments.

Direkt am Wiener Platz soll ein knapp 46 Meter hohes Hochhaus mit grüner Fassade und dem Schriftzug "Simmel-Terminal" entstehen. "Wir erhoffen uns dadurch natürlich auch mehr Kundschaft", sagt Simmel.

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Die Umsetzung bleibt herausfordernd: Auf der einen Seite verlaufen Eisenbahn-, auf der anderen Seite Straßenbahngleise, zugleich müssen Radfahrer das Fahrradparkhaus sicher ansteuern können.

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So soll das "Simmel Terminal" aussehen, wenn es - planmäßig in vier Jahren - fertiggestellt ist.  © SIMMEL Terminal/ ©KNERERUNDLANG
Die Grünfläche soll im Frühjahr bebaut werden.  © Thomas Türpe
Sichere Stellplätze für Fahrräder sind in Dresden derzeit noch rar.  © imago/Rüdiger Wölk

Auch eine neue Straßenbahnhaltestelle soll gebaut werden

Baubürgermeister Stephan Kühn (47, Grüne) unterstützt das Bauvorhaben.  © Thomas Türpe

"Der Vorbereich soll so gestaltet werden, dass klar ist, wer wohin muss", sagt Baubürgermeister Stephan Kühn (47, Grüne).

Radfahrer sollen das Fahrradparkhaus über eine Rampe erreichen, daneben verläuft laut Plan ein zweispuriger Radweg. Auch eine neue Straßenbahnhaltestelle wird gebaut.

Das Vorhaben soll diesmal wirklich umsetzbar sein - dafür wurde zuletzt noch die Gebäudearchitektur vereinfacht. Der ursprüngliche Entwurf sah eine aufwendige Fassadenbegrünung und eine Art Überbau vor, beides fällt weg.

Ursprünglich sollte die Fassade nicht nur grün sein, sondern begrünt. Aber der Plan wurde verworfen.  © S&G Development

100 Millionen Euro investiert der Lebensmittel-Unternehmer insgesamt, fürs Fahrradparkhaus schießt die Stadt 2,5 Millionen Euro dazu. Denn freiwillig, sagt Simmel, baut "keiner ein Fahrradparkhaus - das geht wirtschaftlich nicht auf" ...

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