Dresden - Eigentlich sollte der Weg unterhalb der Albertbrücke auf der Neustädter Seite zeitweise als Umleitung dienen. Doch weil er heute nur noch "ins Nichts führt", haben sich die Skateboarder vom Verein "Dresden rollt" einfach eine provisorische Fläche geschaffen. Jetzt soll das Areal noch sicherer werden.
"Skaten erlebt einen regelrechten Boom. Deshalb sind gerade solche Orte so wichtig", betont Skateboard-Profi Sebastian Linda (42) vom Verein "Dresden rollt". Insbesondere in der Neustadt sei die größte Skaterszene, doch ausgerechnet hier "gibt es bisher einfach keine Spots".
Nachdem der beliebte Treff am Trinitatisplatz 2018 abgerissen wurde, hat der Verein vor fünf Jahren einfach angefangen, den Bereich unterhalb der Albertbrücke für sich einzunehmen.
"Es ist alles durch Eigeninitiative entstanden. Wir haben die Rampen hingestellt und immer weggeräumt", erinnert sich Skateboard-Profi Linda. Denn das Gelände ist Eigentum der Stadt.
"Wir haben dann aber die Duldung bekommen und können die Hindernisse nun unten stehen lassen." Ein häufiges Problem: Lärmschutz. "Aber das ist hier kein Thema, auch 'im Weg' sind wir nicht."
Ganz im Gegenteil: Mittlerweile gelte die mobile Skate-Fläche sogar als feste Touristen-Attraktion.
Stadtbezirksbeirat stimmte für Ausbesserung des Skater-Asphalts
Ganz unproblematisch ist der Boden allerdings nicht. "Man sieht an der Quarter (kleine Schanze), dass der Asphalt Richtung Frauenkirche glatt ist und dahinter rau." Stürze könnten also schmerzhaft enden.
Stadtbezirksbeirätin Katja Lehmann (49, Grüne) will deshalb nachbessern: "Wir wollen den Asphalt schleifen lassen." Der Beirat stimmte in der vergangenen Woche sogar einstimmig dafür. Nun sei die Verwaltung am Zug.
"Es wird eine Ortsbegehung geben, dann sehen wir weiter. Sport und Bewegung treffen parteiübergreifend auf Zustimmung. Gerade bei so einer kostengünstigen Lösung stehen viele dahinter."